Eine Frau geht seinen Weg...
...lautet das "Motto" einer täglichen Radio-Comedy zum Kanzlerinnen-Start von Angela Merkel. Im Urlaub haben wir dazu passend nach der Kanzler-Wahl die ganzen medialen Einschätzungen zu den Führungsqualitäten von Frau Merkel nachlesen können. Ob sie es nun schaffen wird oder die Anderen sie am Ende schaffen werden. Der ganze "Rummel" um diese Damen-Wahl hat irgendwie schon ein wenig erstaunt. Habe selbst im Beruf dank einer funktional sowie projekt-orientiert ausgerichteten Organisationsform mit verschiedenen Vorgesetzten zu tun, weiblich wie männlich. Und demnach kann mein Urteil nur lauten: Es gibt gute sowie schlechte Vorgesetzte - und das bezogen auf beide Geschlechter. Auffällig ist allerdings, dass es Chefinnen gibt, die in der Zusammenarbeit mit Frauen eher Probleme haben (richtig zickig werden können) und dagegen mit Männern sehr gescheit umgehen. Umgekehrt sind männliche Vorgesetzte zu beobachten, die gegenüber Frauen den Charmeur raushängen lassen, während sie gegenüber Männern die Keule schwingen. Ein Gesetz der wechselseitigen Geschlechteranerkennung aus der Chefperspektive lässt sich daraus aber nun auch nicht ableiten. Denn da gibt es durchaus auch noch den Typ männlicher Chef, der eine vermeintlich "weiche" Frau richtig böse abserviert. Und unter Frauen-Bossen gibt es unterdessen auch die Girlfriend-Fraktion, die lieber mit Ihresgleichen kungelt und Männer außen vor lässt. Kurzum: Mit dem Geschlecht lässt sich die Qualität nicht erklären. In dem Sinne müsste es demnach völlig gleich sein, ob der Kanzler nun eine Frau ist oder ein Mann. Das Ergebnis zählt.
dmkoch - 3. Dez, 22:58