Donnerstag, 16. März 2006

Berlin war eine Reise wert

Nach der privaten Reise folgt nun in dieser Woche wieder der berufliche Reisetrott. Die letzten beiden Tage weilte ich in Berlin, morgen geht es nach Mailand zur Fachmesse SICUREZZA. Klingt nach spannendem Jetset mit Sightseeing der besten Art. Die Realität sieht jedoch anders aus: rein ins Taxi, hin zum Flughafen, weg zur Stadt xy, rein ins Taxi, rein in die Stadt, rein ins Hotel, BUSINESS, wieder rein ins Taxi...

Berlin war aber trotzdem eine Reise wert, zumindest wenn man Blogger ist. Wie wichtig Blogs als Medium werden, davon berichtete zum Beispiel im Rahmen der besuchten „FTD-Konferenz Gesundheitswirtschaft“ die Pressesprecherin einer großen deutschen Privat-Klinikkette. Demnach nahm eine Krise zu Hygienedefiziten in der Patientenpflege an einem bestimmten Klinikstandort seinen besonderen Lauf durch die vielfältigen Blogeinträge dazu auf den Websites der wichtigsten örtlichen Tageszeitung.

Es wurde davon berichtet, dass die Journalisten erst einzelne Einträge zu dem betreffenden Thema in ihrem Stadtblog nur flüchtig bemerkten, sie aber nicht ernstnahmen. Erst durch die kontinuierlich sich fortsetzenden weiteren Blogbeiträge begannen sie den möglichen Riesenskandal zu „riechen“.

Eines Samstags, als natürlich die Pressesprecherin samt Zentralgeschäfsführung und Klinikleitung in Urlaub bzw. Wochenende weilten, gab es zu „unhaltbaren Pflegezuständen“ im örtlichen Klinikum dann die dicke Aufmachergeschichte.

Aus PR-Sicht hat die Klinik übrigens klasse reagiert. Nichts wurde abgestritten. Ein Krisenstab nahm hausintern die Recherchearbeit auf. Einzelfall für Einzelfall wurde durchgegangen. Man entschuldigte sich in aller Öffentlichkeit und änderte eine Menge in den organisatorischen Abläufen. Zugleich wurde eine Hotline eingerichtet, um weiteren möglichen Betroffenen die Möglichkeit eines Ventils anzubieten und alles restlos aufzuklären.

So zeigt sich die Medien- und Bloggermeute mittlerweile wieder mit der Klinik versöhnt. Und der Klinik muss auch zugutegehalten werden, dass eine Veränderung des Patienten-„Workflows“ die Probleme verursachte, was zwar insgesamt den Patienten weniger Warte- und Liegezeiten beschert, aber eben in der Anfangsphase zu nun abgestellten Anlaufschwierigkeiten führte.

Der Fall zeigt aber auch: Wer glaubt, er blogge ins Nichts, der irrt. Offenbar werden Blogs von Journalisten (und nicht nur von denen) teils sehr genau mitverfolgt.

Deshalb: Immer schön blogger bleiben!

Familie Koch

Düsseldorf

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