Freitag, 11. August 2006

Was für ein Terror!

Noch immer stecken einem die gestrigen Terror-Nachrichten in den Gliedern! Man mag sich gar nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn...

Die Schreckensmeldungen enthalten versteckt auch eine gute Nachricht: Die Geheimdienste haben offenbar gut funktioniert. An dieser Stelle zeigt sich, dass dieser Art von Terror nicht mit klassischen Mitteln der Militärs begegnet werden kann im Sinne eines Einmarsches mit Panzern und Raketen in irgendein islamischen Land der arabischen Welt. Diese Art von Terror verlangt nach Gegenwehr auf Augenhöhe, also nach globaler Abstimmung der Sicherheitsbehörden und ihrer Geheimdienstnetzwerke.

Man darf sich allerdings auch sicher sein, dass Ermittlungsmethoden angewandt wurden (z. B. Abhörmaßnahmen ergriffen wurden), welche mit in Deutschland praktiziertem Datenschutz wahrscheinlich nicht vereinbar gewesen wären. Darf das sein? Es darf und muss sogar!

Geht es um die Aufklärung und die Prävention hinsichtlich von Schwerverbrechen wie Mord oder gar Massenmord, dann sollte jeder im Sinne seiner eigenen Sicherheit den Schutz seiner Daten als nachranging betrachten. Wer nicht involviert ist, hat auch nichts zu befürchten.

Ungeachtet dessen macht mich der Terror ratlos und zugleich zornig. Er entspringt wohl einer gewissen Perspektivlosigkeit. Offenbar fühlen sich in vielen nicht so weit entwickelten Ländern der arabischen Welt zahlreiche Menschen von der Entwicklung abgehängt. Aufgestachelt von ihren jeweiligen Machthabern sehen sie in der westlichen Welt und ihrer Lebensweise eine Bedrohung.

Noch viel unverständlicher ist allerdings, dass sie sich in westlichen Ländern lebend an den Rand gedrängt fühlen. Einerseits wird niemand gezwungen, in einer westlichen Gesellschaft zu leben und andererseits unternehmen bestimmte religiöse Kreise und Kulturen auch keinerlei Schritte für eine schnelle Intergration. Das Leben in Parallelgesellschaften führt aber zu noch mehr Konfrontation und im Ergebnis zu noch mehr Hass.

Wenn dieser sich in Gewalt entlädt, wird sich stets auf die Handlung im Namen des Glaubens berufen. Und dass ist heuchlerisch, falsch und im Übrigen erweist es der eigenen Religion einen "Bärendienst". Durch den Koran findet Massenmord jedenfalls keine Legitimation. Und es werden friedlebende Moslems überall auf der Welt diskreditiert.

Letztere sollten jedoch deutlicher machen, dass sie sich von dem Terror klar distanzieren und nicht insgeheim mit ihm symphatisieren.

Was für eine schwierige Welt, in der wir da leben!

Warum ein Dialog zwischen dem christlichen Glauben und dem Islam so gut wie zum Scheitern verurteilt ist, darüber informiert ein echt lesenswerter Kommentar von Prof. Dr. Bassam Tibi (Uni Göttingen/ Harvard Uni). Hier klicken!

Familie Koch

Düsseldorf

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