Sonntag, 10. September 2006

Auf ewig und einen Tag...

...lautet der Titel eines TV-Zweiteilers, welchen das ZDF am Montag sowie Mittwoch anlässlich des fünften Jahrestages des 11. Septembers ausstrahlen wird (u. a. mit Heino Ferch und Claudia Michelsen in den Hauptrollen).

Meine Frau und ich haben diesen Zweiteiler-Fernsehfilm bereits am Freitagabend auf "arte" gesehen und können ihn nur wärmstens empfehlen. Gänsehaut-TV pur!

Dabei geht es gar nicht um eine dokumentarische Abhandlung zum 11. September. Die Story dreht sich um zwei Männer und ihre Lebensfreundschaft, welche durch viele Höhen und viele Tiefen dann auch konkret durch die Terror-Ereignisse berührt wird.

Gregor und Jan lag in ihren Jugendtagen (geprägt durch den Geist der 68er Generation) nichts ferner, als einmal das große Geld zu verdienen - als Investment-Manager in New York. Doch genau diesen Beruf werden Gregor (stets von seinem Vater als Loser verspottet und geschmäht) und sein Freund Jan um die Jahrtausendwende einmal ausüben, stets begleitet von Gregors Jugendliebe Elsa. Elsa geht mit den Beiden durch Dick und Dünn, wobei sie sehr daran zu knacken hat, dass sie sich ausgerechnet dem durchgeknallteren Gregor etwas mehr zugetan fühlt, was jedoch Liebeleien mit dem solideren Jan nicht verhindert.

Die Geschichte ist allerdings keine Lovestory. Gregor nimmt für Jan am 11. September einen Termin im WTC wahr. Im brennenden Tower auf dem Fenstersims stehend, dem Abgrund nah, könnte er springen oder seine komplette (verlogene und vom falschen Vaterkomplex gesteuerte) Lebensgeschichte samt Jan und Elsa hinter sich lassen, in dem er lebend das Gebäude verlässt - die Chance dazu ist jedenfalls da. Alle Anderen auf Gregors Etage haben das Unglück schliesslich überlebt.

Bis zuletzt ist nicht klar, für welchen Weg der Flucht aus seinem bisherigen Leben sich Gregor entschieden hat. Die Suche von Jan nach dem vermissten Gregor wird dafür umso genauer im Film umgesetzt.

Kein abgeschmacktes Drama, sondern mit Spannung beladen bis zuletzt.

Nach dieser fiktiven Story haben wir uns dann gestern noch einmal die Realität angeschaut. Eine Dokumentation zweier französischer Kameraleute über die New Yorker Feuerwehr und wie sie - ohne, dass sie das selbst hätten jemals vorhersehen können - dadurch direkt in die Katastrophe und zum Glück auch wieder aus ihr heraus "schlidderten". Eine Dokumentation, die nur von den Bildern lebt und auch komplett ohne Worte hätte auskommen können.

Uns standen die Tränen in den Augen!

Da tut sonnige Abwechslung gut. Heute geht es noch ´raus zu einem Weinfest nach Gerresheim. Niemand wird uns in unser freien Welt dazu bringen, das Leben aufzugeben und in Angst zu verharren.

Denn ein sonnengebräuntes Anlitz, weinbeseelt, ist die wohl noch beste Erwiderung der Fratze des fundamentalen Terrors.

Glück auf!

Familie Koch

Düsseldorf

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