Sonntag, 20. Juli 2008

Neanderbad

Immer mal etwas Neues testen, dachte sich gestern Familie Koch. So besuchten wir das erste Mal das neue Neanderbad in Erkrath-Hochdahl. Junior tut sich nämlich nach wie vor sehr schwer mit dem Schwimmenlernen. Deshalb war zusätzliches Training angesagt.

Warum wir nicht in eines der zahlreichen Düsseldorfer Bäder gegangen sind? Weil uns dort irgendwas immer stört. Im Düsselstrand (Flingern) finden wir es nicht immer sauber genug in den Umkleiden, das Parkhaus ist ziemlich eng und auch das Publikum gefällt uns dort nicht. Außerdem herrscht immer Hochbetrieb an den Wochenenden.

Im Rheinbad (nahe LTU-Arena) ist uns dagegen das Wasser zu kalt. Für sportlich ambitionierte Schwimmer mag es ideal sein, wer dagegen eher die Übungen des Kindes überwacht (und sich weniger bewegt), beginnt dort schnell zu frieren.

Das Neanderbad wurde uns von einer Kollegin empfohlen. Und der Tipp kann unbesorgt weitergegeben werden. Das Bad ist sauber, Vater + Mutter + Kind zahlen für 2,5 Stunden akzeptable 9,50 Euro und das Nichtschwimmerbecken ist schön geräumig. Außerdem hat das Wasser genau die richtige Temperatur: nicht zu warm und nicht zu kalt.

Fazit! Wir kommen gern wieder.

Dienstag, 15. Juli 2008

Wiederanpfiff

So, der Urlaub von Familie Koch auf Mallorca ist vorbei. Demnach wird hier in den kommenden Tagen auch wieder verstärkt herumgebloggt. Und es gibt eine Menge aufzuarbeiten.

Während eines Urlaubs in einem fremden Land fallen einem ja bestimmte Dinge auf. Auswahl gefällig?

Auf Laufbändern an Flughäfen läuft es sich sehr schnell - bis man auf eine Schnarchnase aufläuft, die nicht kapiert hat, dass man auf diesen Laufbändern nicht stehen bleibt (und wenn, dann platzsparend an der Seite), sondern normal weiter geht. Egal, welches Laufband man betritt, gleich ob man sich auf der An- oder Abreise befindet, ob es Tag ist oder Nacht. Einer blockt immer den Laufbandverkehr. Garantiert! Schnarchnasen aller Länder vereinigt Euch und lasst Euch besser vom Flughafen-Personal im Rollstuhl zum Gate oder Gepäckband fahren. So kommen wenigstens alle anderen Leute auch schneller ans Ziel.

Weitere Urlaubsauffälligkeit: Auch in anderen Ländern wird bescheuert geparkt. Unter "Falsche Peilung" hatte ich ja bereits kürzlich berichtet, dass bestimmte Leute gern auf Parkplätzen, auf denen weit und breit kein Auto steht, sich gerne neben einen quetschen. So, als benötigten sie andere Autos zur Orientierung. Obwohl doch so viele andere Parkplätze frei wären. Dieses Park-Quetsch-Phänomen war auch auf Mallorca zu beobachten. Und es waren nicht nur Deutsche, die dort so blöd parkten. Nahe des Strandes von Santa Ponca hat es uns erwischt. Bei der Ankunft hielten wir Ausschau nach einer großen Lücke. Wir erblickten eine neben einem neuen 3er-Cabrio. "Da passiert nix, der BMW-Fahrer hat bestimmt beim Ein- und Ausparken noch mehr Angst um sein schönes Auto als wir im Leih-PKW", so dachten wir.

An die Spanierin im Peugeot, die kurz nach unserer Ankunft offenbar mit dem BMW-Fahrer den Platz getauscht hatte, dachten wir nicht. Ergebnis: fette Schramme und viel Bürokratie-Aufwand mit Polizei (immerhin sehr hilfsbereit und nett) sowie Versicherungen an den Folgetagen.

Und sonst: 30 Grad, 24 Grad Wassertemperatur, viel Sonne, ein paar Extra-Kilos auf der Waage und viele Euros weniger auf dem Konto. Urlaub mit Spaßfaktor eben!

Freitag, 27. Juni 2008

Frech, dreist, zynisch

Unternehmen der Telekommunikationsbranche sind stets Zielscheibe hartnäckiger Recherchen des Medienformats „Verbrauchermagazin“ (z. B. Frontal 21, stern TV).

Was man an Fällen aus dem täglichen Leben im Fernsehen so zu sehen bekommt, mutet oft schier unglaublich an – bis man es selbst erlebt. So geschehen jetzt im Hause Koch. In einem Schreiben, welches äußerlich daher kam wie ein normales Werbemailing, informierte das Kabel-TV-Unternehmen Unitymedia lapidar über die automatische Umstellung des im Haushalt existierenden „Arena-Fußball“-Abonnements auf das so genannte „Digital TV-PLUS“-Paket. Der Haken dabei: Dieses Angebot kostet Monat für Monat fünf Euro mehr.

Frech ist, dass diese Umstellung zwangsweise passiert. Wie nicht bestellt, so geliefert!

Dreist ist, dass dieses „PLUS“-Paket eine Fülle von völlig unbekannten Spartensendern beinhaltet. Selbst umsonst würde man nicht auf die Idee kommen, auf einen dieser Sender umzuschalten. Doch damit nicht genug. Wer mit der automatischen Umstellung des Abos nicht einverstanden ist, möge lt. Unitymedia doch die (teure, kostenpflichtige) Telefonhotline anrufen.

Zynisch ist, dass Unitymedia diese Kündigungsoption auch noch als „Fair Play Garantie“ betitelt.

Als Herr Koch versuchte, über die Hotline seinem Unmut Luft zu verschaffen, landete er für 14 Cent pro Minute in einer Dauerwarteschleife. „Fair Play“ in Reinkultur!

Kurzerhand wurde die Kündigung schriftlich aufgesetzt und via Mail, Fax und Post an das Unternehmen übermittelt. Wenn man mit meiner Kündigung nicht einverstanden sei, so mein Schreiben, möge man sich doch bei mir telefonisch melden.

Der AB wurde kurzerhand ausgeschaltet. „Fair Play“ kann ich nämlich auch gut. Den Kommunikationsprofis von Unitymedia wünsche ich an dieser Stelle viel Glück, mich zu erreichen!

Sonntag, 22. Juni 2008

Mitfiebern

An diesem Wochenende war Mitfiebern angesagt. Allerdings nicht nur bei der Fußball-EM, sondern leider auch sprichwörtlich. Herr Koch hatte kurzerhand die Fiebergrippe von Herrn Koch Junior übernommen. Das bedeutete gestern Abend 39,6 Grad, oral gemessen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so hohes Fieber hatte. Es fühlte sich jedenfalls unglaublich heiß an.

Nach einer unruhigen Nacht war ich heute unglaublich platt und habe tagsüber viel geschlafen, Zeitung gelesen, im Internet gesurft - was man halt so macht, wenn Sonntag ist und man in Sachen Herumgammeln kein schlechtes Gewissen zu haben braucht, weil man offiziell krank ist.

Jetzt geht es schon wieder besser. Arbeitgeberfreundlich, wie ich nun einmal bin, habe ich mir die Grippe so genommen, dass ich morgen pünktlich zum Wochenbeginn wieder fit bin.

Ob das irgendjemand zu würdigen weiß? Zweifel sind hier angebracht.

Montag, 16. Juni 2008

Ehrlicher Finder

Tja, da hatte ich am Samstag noch die zweifelhafte Hoffnung, der vermeintlich "unehrlicher Finder" meiner verlorenen Geldbörse möge doch wenigstens - quasi als Kompensation - animiert von meinem Dienstausweis für mich am heutigen Tag zur Arbeit erscheinen. Und nun das: Es gibt den Finder meiner Geldbörse tatsächlich. Sie ist nicht wie vom Erdboden verschluckt oder ausgeraubt in einem Papierkorb gelandet.

Nein, ein besonders ehrlicher Finder hat sie vom Bürgersteig aufgelesen, hat meinen Dienstausweis erblickt, hat die Geldbörse an sich genommen und bei meinem Arbeitgeber seine Kontaktdaten hinterlassen. In einem Telefonat wusste er sogar davon zu berichten, dass noch Geld in der Börse ist (exakt der Betrag, den ich in der Geldbörse vermutete).

Soviel Ehrlichkeit wird natürlich belohnt werden: in Heller und Cent sowie mit einer Flasche Wein heute Abend bei der Übergabe.

Es lässt sich das schöne Fazit ziehen, dass die Welt doch nicht so schlecht ist, wie man oft glauben möchte.

Samstag, 14. Juni 2008

Reset the day

Für den heutigen Tag benötigte Herr Koch eigentlich eine Reset-Taste. Es ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte - richtig beschissen.

Letztgenanntes Wort gehört eigentlich nicht hier hin. Aber es war halt sprichwörtlich so, als ich heute Morgen zum Joggen aufbrach. Nach ein paar Metern durchlief ich unter einem Baum einen warmen Regen. Ein Vogel, welchen ich hätte abschießen können, hatte seine Morgentoilette über mir verrichtet. Mein Jogging-Klamotten waren von oben bis unten besudelt. Es folgten die ekligsten 40 Minuten Laufen meines Lebens. Wie sollte so ein Tag blos weitergehen?

Der Tag nahm weiter seinen Lauf - und wie! In der Bäckerei angekommen, hatte ich noch meine Geldbörse und konnte Brötchen sowie eine Zeitung kaufen. Zuhause angekommen war die Geldbörse dann nicht mehr auffindbar. Ich muss sie wohl in der Bäckerei liegen gelassen haben. Jetzt ist sie weg. Niemand hat etwas gesehen, niemand hat die Börse gefunden.

60 Euro, mein Weihnachtsgeschenk 2007 (die Geldbörse) sowie mein Dienstausweis sind nun weg.

Vielleicht hat der unehrliche Finder ja wenigstens soviel Anstand, dass er für mich am Montag zur Arbeit geht.

Und sonst?! Sonst hatte dieser 14. Juni bislang noch mehr zu bieten. Kürzlich hatte ich Kuchen besorgt (zwei Packungen). Als ich gerade eine gemütliche Kaffeestunde einlegen wollte, um meine Nerven ein wenig zu beruhigen, konnte ich trotz Großfahnung in unserer Küche den Kuchen nicht ausfindig machen. Frau Koch hatte sachdienliche Hinweise parat: Der Kuchen war vernascht!

Ist heute Freitag, der Dreizehnte? Nein, Samstag, der Vierzehnte! Steigerung unmöglich.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Jugendhaft

Familie Koch schaut sich schon seit geraumer Zeit nach Wohnungen um. Wir tun das ganz ohne Zwang. Eine etwas größere Wohnung wäre schön. Nachdem wir jetzt schon einige Wohnungen und auch Häuser besichtigt haben, verfestigt sich eine Beobachtung: Kinder scheinen den Immobilienplanern nichts wert zu sein. Kaum eine Immobilie wird angeboten, bezüglich derer die Kinderzimmer überhaupt die eigentlich gängige Normgröße von rund 12 Quadratmetern aufweisen. Werte von unter 10 Quadratmetern sind dagegen häufig anzutreffen. Solche Zimmer, die wohl besser als Jugendarrestzellen deklariert werden sollten, werden dann gern als „Arbeitszimmer“ tituliert. Und selbst diese Zimmer sind rar gesäet. Dreizimmer-Wohnungen gibt es in jeder Preislage und in jedem Stadtteil. Vier- oder Mehrzimmer-Wohnungen mit ausreichend Platz findet man dagegen fast nur in den Betonsiedlungen aus den 70iger Jahren.

Klar, es gibt Länder, in denen die meisten Kinder froh wären, wenn sie mit ihren Geschwistern überhaupt ein Dach über dem Kopf hätten und fließend Wasser nutzen könnten. Trotzdem stimmt es bedenklich, dass in einem an sich so reichen Land wie Deutschland, so wenig in Kinder gedacht wird. Kinderarmut ist hierzulande leider auch eine Raumarmut!

Mittwoch, 4. Juni 2008

Falsche Peilung

Es ist mir schon so oft passiert. Als Mann bin ich natürlich stets besorgt um mein liebstes Spielzeug, mein Auto. Deshalb gebe ich mir bei der Parkplatzsuche besonders viel Mühe. Bevorzugt parke ich zum Beispiel auf Discounter-Parkplätzen gern etwas abseits, damit mir auch ja keiner seinen Einkaufswagen oder seine Autotür in mein geschätztes Wägelchen rammt. In Parkhäusern sehe ich zu, dass der Wagen schön mittig auf dem Stellplatz steht, damit das Risiko von übersteigerter nachbarschaftlicher Nächstenliebe so minimiert wie möglich ist.

Das Blöde ist nur, dass viele andere Einparker offenbar nicht so vorgehen. Kürzlich stand ich bei LIDL auf dem Parkplatz, weit und breit kein Auto neben mir. Als ich zurück zum Auto kam, stand neben mir ein anderes Auto ganz „knirsch“. Der Fahrer oder die Fahrerin muss schon fast durch die Heckklappe ausgestiegen sein, so wenig Platz war noch zwischen unseren beiden Autos vorhanden.

Das gleiche Spielchen ist mir letzte Woche zudem im Parkhaus meines Arbeitgebers passiert und gestern nochmals auf dem BAUHAUS-Parkplatz – bei der Ankunft optimal geparkt, kurz vor der Abfahrt fast total eingeklemmt!

Die Suche nach einer Erklärung für dieses Phänomen gestaltet sich schwierig. Offenbar benötigen bestimmte Fahrer andere Autos als Koordinaten für ihre Peilung. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwänden. Der Herdentrieb zwingt offenbar zum Parken auf einem Knubbel. Aber muss es wirklich stets so enge Tuchfühlung sein?

Familie Koch

Düsseldorf

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