Ein Barcode und der Fortschritt
Das Wochenende verlief bei Fam. Koch vielseitig. Während sich Madame arbeitstechnisch auf der BEAUTY INTERNATIONAL Fachmesse mit der Gattung der „aufgebrezelten“ Zeitgenossen beschäftigte und Sohnemann ausgiebig den Spieltrieb seiner Tante austestete, begab sich der Mann des Hauses (meine Wenigkeit) klischeegerecht samstagnachmittags ins Fußballstadion. Die Partie Mönchengladbach gegen Stuttgart versprach eigentlich einen harten Kampf um den Einzug in den UEFA CUP. Heraus kam jedoch ein ganz schlechter „Kick“, den man wohl nur ertragen kann, wenn man sich (so wie ich) mit gut aufgelegten Freunden umgibt.
So „fortschrittlich“ wie der deutsche Fußball momentan präsentiert sich übrigens auch die Sicherheitstechnik in deutschen Stadien. Mein Besuch im Borussia-Park zu Mönchengladbach wäre beinahe bereits im Eingangsbereich gescheitert. Wo früher muskelbepackte Türsteher einfach das Papierticket an einer vorperforierten Ecke abrissen, muss es jetzt im 21. Jahrhundert selbstredend Technik sein, die einem automatisch das Drehtor öffnet – oder eben seinen Dienst verweigert. Mehrere Versuche, das Ticket dem Lesegerät zuzuführen, scheiterten kläglich. Eine rote Lampe signalisierte: NO WAY – NO ENTRANCE.
Wer allerdings glaubt, die danebenstehenden (nunmehr zum Zuschauen degradierten) Türsteher könnten einfach das Malheur beheben und das Ticket nach Alter-Väter-Sitte entwerten, der irrt. Denn wo mein Wille ist, ist noch lange kein Weg. Ich wurde aufgefordert, mich zu einer Kasse zu begeben zwecks Ausdruckes eines neuen Tickets mit einem „frischen“, lesbaren Barcode.
Aber natürlich durfte es nicht das erstbeste, nahegelegene Kassenhäuschen sein. Obwohl auch mit PC-Workstation und Drucker ausgestattet wurde ich – kurz vor Anpfiff - zu einer Zentralkasse um das halbe Stadion geschickt. Dort wusste eine überforderte Dame jedoch überhaupt nicht Bescheid und konsultierte erst einmal ihren Kollegen. Erst als mich zahlreiche weitere verhinderte Fans aus dem VfB-Block umgaben und etwas unsafter ihren Unmut kundtaten, bekamen wir alle neue Tickets ausgedruckt. Den Rückweg um das halbe Stadion trat ich dann mit dem unguten Gefühl an, dass dieses Ticket womöglich ebenfalls als nicht-lesbar vom strengen Automaten abgewiesen werden könnte. Bei mir kam es zum Glück nicht so, jedoch bei anderen Fans, die von den verhinderten Türstehern tatsächlich noch ein zweites Mal in Richtung Zentralkasse geschickt wurden. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht!
Gleiches gilt übrigens für die Adressbezeichnung des Stadions. Obwohl weit und breit allenfalls Sträucher, nicht aber eine geordnete Ansammlung von Bäumen in Stadionnähe zu erkennen ist, trägt das Stadion die Adressbezeichnung „Hennes-Weisweiler-Allee 1“. Die Verdienste von Hennes Weisweiler in allen Ehren, aber es dürfte wohl keinen Ortsunkundigen auf dieser Welt geben, der das Stadion gezielt unter dieser Bezeichnung in seinem Navigationssystem sucht. Unsere Versuche mit „Stadion Mönchengladbach“, „Borussia-Park“, „Am Borussia-Park“,...schlugen jedenfalls fehl. Zum Grenzlandstadion in MG-Rheydt hätten wir mit Navi fahren können, das Bundesligastadion von Mönchengladbach ist unterdessen auf den Digitalkarten (von 2006) nicht verzeichnet.
Starker Tobak für eine Arena, die sich immerhin um die WM beworben hatte!
So „fortschrittlich“ wie der deutsche Fußball momentan präsentiert sich übrigens auch die Sicherheitstechnik in deutschen Stadien. Mein Besuch im Borussia-Park zu Mönchengladbach wäre beinahe bereits im Eingangsbereich gescheitert. Wo früher muskelbepackte Türsteher einfach das Papierticket an einer vorperforierten Ecke abrissen, muss es jetzt im 21. Jahrhundert selbstredend Technik sein, die einem automatisch das Drehtor öffnet – oder eben seinen Dienst verweigert. Mehrere Versuche, das Ticket dem Lesegerät zuzuführen, scheiterten kläglich. Eine rote Lampe signalisierte: NO WAY – NO ENTRANCE.
Wer allerdings glaubt, die danebenstehenden (nunmehr zum Zuschauen degradierten) Türsteher könnten einfach das Malheur beheben und das Ticket nach Alter-Väter-Sitte entwerten, der irrt. Denn wo mein Wille ist, ist noch lange kein Weg. Ich wurde aufgefordert, mich zu einer Kasse zu begeben zwecks Ausdruckes eines neuen Tickets mit einem „frischen“, lesbaren Barcode.
Aber natürlich durfte es nicht das erstbeste, nahegelegene Kassenhäuschen sein. Obwohl auch mit PC-Workstation und Drucker ausgestattet wurde ich – kurz vor Anpfiff - zu einer Zentralkasse um das halbe Stadion geschickt. Dort wusste eine überforderte Dame jedoch überhaupt nicht Bescheid und konsultierte erst einmal ihren Kollegen. Erst als mich zahlreiche weitere verhinderte Fans aus dem VfB-Block umgaben und etwas unsafter ihren Unmut kundtaten, bekamen wir alle neue Tickets ausgedruckt. Den Rückweg um das halbe Stadion trat ich dann mit dem unguten Gefühl an, dass dieses Ticket womöglich ebenfalls als nicht-lesbar vom strengen Automaten abgewiesen werden könnte. Bei mir kam es zum Glück nicht so, jedoch bei anderen Fans, die von den verhinderten Türstehern tatsächlich noch ein zweites Mal in Richtung Zentralkasse geschickt wurden. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht!
Gleiches gilt übrigens für die Adressbezeichnung des Stadions. Obwohl weit und breit allenfalls Sträucher, nicht aber eine geordnete Ansammlung von Bäumen in Stadionnähe zu erkennen ist, trägt das Stadion die Adressbezeichnung „Hennes-Weisweiler-Allee 1“. Die Verdienste von Hennes Weisweiler in allen Ehren, aber es dürfte wohl keinen Ortsunkundigen auf dieser Welt geben, der das Stadion gezielt unter dieser Bezeichnung in seinem Navigationssystem sucht. Unsere Versuche mit „Stadion Mönchengladbach“, „Borussia-Park“, „Am Borussia-Park“,...schlugen jedenfalls fehl. Zum Grenzlandstadion in MG-Rheydt hätten wir mit Navi fahren können, das Bundesligastadion von Mönchengladbach ist unterdessen auf den Digitalkarten (von 2006) nicht verzeichnet.
Starker Tobak für eine Arena, die sich immerhin um die WM beworben hatte!
dmkoch - 20. Mär, 15:35