Klasse(n)treffen
Aktuell komme ich wegen Arbeitsstress erst immer mit ein paar Tagen Nachlauf dazu, Erwähnenswertes aus dem Leben der Familie Koch zu berichten. So muss ich heute doch kurz noch auf mein Klassentreffen von vergangenen Samstag eingehen.
15 Jahre ist es nun her, dass ich am Gymnasium Hochdahl (Erkrath) Abitur gemacht habe. Bis auf meinen besten Freund, welcher jetzt in Berlin arbeitet, habe ich ansonsten die ehemaligen Weggefährten aus dem Auge verloren. Umso erfreuter nutzt man dann die sich ergebenen Möglichkeiten, alle einmal wieder zu sehen. Schon das 10-Jahres-Treffen war diesbezüglich eine spannende Angelegenheit. Sind die Überflieger von einst auch heute noch auf der Karrierespur ganz nach oben? Oder haben Andere womöglich erst nach ihrer Schullaufbahn den Turbo gestartet? Wer entwickelt sich zum Familienmenschen? Wer zum Solisten?
Alles packende Fragen, deren genaue Beantwortung vor fünf Jahren noch nicht abschließend möglich war. Zu viele waren noch im Studium, in Volontariaten, Praktika etc. (...).
Das Treffen am Samstag bot da schon eine realistischere Betrachtungsmöglichkeit. Vorab sei bemerkt: Alle sind irgendwie ruhiger geworden. Man wird halt alt. Wurde vor fünf Jahren noch auf „Clubbing“ gemacht und abgetanzt, gab´s jetzt eher Smalltalk aus der Rubrik „Was machst Du denn jetzt?“ und „Wie viele Kinder sind Deine?“ oder übersetzt „Dein Haus? Dein Auto? Dein Boot? Dein Kegel?”. Und in der Tat gab es Überraschungen in jedweder Beziehung – vom arbeitslosen Architekten bis hin zum durch die Welt fliegenden Big-Boss, vom Pauker bis hin zum Trompeter (im Ernst!). Presse-„Fuzzis“ sind von 110 nur 2 geworden, wobei ich eingestehen muss, dass meine Kollegin es auf der anderen Seite des Schreibtisches (also auf Redaktions- und nicht Unternehmensseite) zu richtig viel gebracht hat. Sie arbeitet jetzt als Redakteurin für die Agentur AP in New York, war vorher bei der New York Times. Gratulation!
Viele sind in der Region Düsseldorf geblieben und wer weg gegangen ist, den hat es in der Regel richtig weit weg verschlagen. Und bei manch´ einem Schulfreund haben sich Vorurteile sogar interessanter Weise ins Gegenteil verkehrt. Wer einst mit Physikbaukästen hantierte, vermarktet nun wider jeder Erwartung Werbefotos. Wer von einer Tierarztpraxis träumte, geht jetzt der Psychologie von Verbrauchern auf den Grund. Und wen man eigentlich als angehende Paukerin auf dem Zettel hatte, kümmert sich jetzt um den Vertrieb von noppen-behafteten Taschenmessern. Schöne Überraschungen!
Eher unspektakulär nehmen sich da die Ergebnisse der Familienforschung von Samstagabend aus. Bei den Frauen tickt halt die biologische Uhr (bei Männern auch, aber vorerst für die Nachkommenplanung mit nicht so dramatischen Folgen). Viele haben mittlerweile ein Kind, wenige zwei oder gar drei. Die Nachkommastelle nach der 1 scheint also dem bundesdeutschen Durchschnitt zu entsprechen. Kein Wunder übrigens, dass die „Versammlung“ sich nach Mitternacht diesmal spürbar schneller auflöste als noch vor 5 Jahren. Babysitter warten halt ungern "bis in die Puppen" auf ihre Ablösung.
Was bleibt, ist die Frage nach der zu erwartenden Entwicklung bis hin zum nächsten Treffen? Werden dann das Haus, das Auto, das Boot in Folge von Scheidung verkauft oder zerteilt worden sein? Erfüllt sich die Verbraucherpsychologin doch noch ihren Traum von der Tierarztpraxis? Wird die Trompeterin zur Paukerin (an einer Musikschule)? Wandert der Big-Boss unter Korruptionsverdacht in den Knast, welcher vom einst arbeitslosen Architekten auf´s Reissbrett gezeichnet wurde? Und vor allem: Wird der eine Presse-Fuzzi jemals mit einer seiner Pressemeldungen bei seiner weltgewandten Kollegin in New York auf dem Agentur-Ticker landen können?
Bleiben Sie dran! Ich bleib´s auch...(Antworten in diesem Blog in frühestens 5 Jahren)
Hier geht´s zum Gymnasium Hochdahl!
Hier geht´s zu den Ehemaligen des Gymnasiums Hochdahl!
15 Jahre ist es nun her, dass ich am Gymnasium Hochdahl (Erkrath) Abitur gemacht habe. Bis auf meinen besten Freund, welcher jetzt in Berlin arbeitet, habe ich ansonsten die ehemaligen Weggefährten aus dem Auge verloren. Umso erfreuter nutzt man dann die sich ergebenen Möglichkeiten, alle einmal wieder zu sehen. Schon das 10-Jahres-Treffen war diesbezüglich eine spannende Angelegenheit. Sind die Überflieger von einst auch heute noch auf der Karrierespur ganz nach oben? Oder haben Andere womöglich erst nach ihrer Schullaufbahn den Turbo gestartet? Wer entwickelt sich zum Familienmenschen? Wer zum Solisten?
Alles packende Fragen, deren genaue Beantwortung vor fünf Jahren noch nicht abschließend möglich war. Zu viele waren noch im Studium, in Volontariaten, Praktika etc. (...).
Das Treffen am Samstag bot da schon eine realistischere Betrachtungsmöglichkeit. Vorab sei bemerkt: Alle sind irgendwie ruhiger geworden. Man wird halt alt. Wurde vor fünf Jahren noch auf „Clubbing“ gemacht und abgetanzt, gab´s jetzt eher Smalltalk aus der Rubrik „Was machst Du denn jetzt?“ und „Wie viele Kinder sind Deine?“ oder übersetzt „Dein Haus? Dein Auto? Dein Boot? Dein Kegel?”. Und in der Tat gab es Überraschungen in jedweder Beziehung – vom arbeitslosen Architekten bis hin zum durch die Welt fliegenden Big-Boss, vom Pauker bis hin zum Trompeter (im Ernst!). Presse-„Fuzzis“ sind von 110 nur 2 geworden, wobei ich eingestehen muss, dass meine Kollegin es auf der anderen Seite des Schreibtisches (also auf Redaktions- und nicht Unternehmensseite) zu richtig viel gebracht hat. Sie arbeitet jetzt als Redakteurin für die Agentur AP in New York, war vorher bei der New York Times. Gratulation!
Viele sind in der Region Düsseldorf geblieben und wer weg gegangen ist, den hat es in der Regel richtig weit weg verschlagen. Und bei manch´ einem Schulfreund haben sich Vorurteile sogar interessanter Weise ins Gegenteil verkehrt. Wer einst mit Physikbaukästen hantierte, vermarktet nun wider jeder Erwartung Werbefotos. Wer von einer Tierarztpraxis träumte, geht jetzt der Psychologie von Verbrauchern auf den Grund. Und wen man eigentlich als angehende Paukerin auf dem Zettel hatte, kümmert sich jetzt um den Vertrieb von noppen-behafteten Taschenmessern. Schöne Überraschungen!
Eher unspektakulär nehmen sich da die Ergebnisse der Familienforschung von Samstagabend aus. Bei den Frauen tickt halt die biologische Uhr (bei Männern auch, aber vorerst für die Nachkommenplanung mit nicht so dramatischen Folgen). Viele haben mittlerweile ein Kind, wenige zwei oder gar drei. Die Nachkommastelle nach der 1 scheint also dem bundesdeutschen Durchschnitt zu entsprechen. Kein Wunder übrigens, dass die „Versammlung“ sich nach Mitternacht diesmal spürbar schneller auflöste als noch vor 5 Jahren. Babysitter warten halt ungern "bis in die Puppen" auf ihre Ablösung.
Was bleibt, ist die Frage nach der zu erwartenden Entwicklung bis hin zum nächsten Treffen? Werden dann das Haus, das Auto, das Boot in Folge von Scheidung verkauft oder zerteilt worden sein? Erfüllt sich die Verbraucherpsychologin doch noch ihren Traum von der Tierarztpraxis? Wird die Trompeterin zur Paukerin (an einer Musikschule)? Wandert der Big-Boss unter Korruptionsverdacht in den Knast, welcher vom einst arbeitslosen Architekten auf´s Reissbrett gezeichnet wurde? Und vor allem: Wird der eine Presse-Fuzzi jemals mit einer seiner Pressemeldungen bei seiner weltgewandten Kollegin in New York auf dem Agentur-Ticker landen können?
Bleiben Sie dran! Ich bleib´s auch...(Antworten in diesem Blog in frühestens 5 Jahren)
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dmkoch - 17. Mai, 11:05