Mittwoch, 21. Juni 2006

Schleichweg in den Sozialismus

In verschiedenen Zeitungen ist es heute zu lesen, das SPD-Konzept für eine „Gesundheitsreform“. Nicht nur, dass es einen Gesundheitssoli geben soll, nein, auch die Beitragsbemessungsgrenze für den Krankenkassenbeitrag soll mal eben an den der Rentenversicherung um gut 1.700 Euro (monatliche Betrachtung) erhöht werden!

Da bleibt einem die Luft weg. MwSt.-Erhöhung, satter Aufschlag auf den GKV-Beitrag, Gesundheitssoli – wer will und kann da noch gegenan arbeiten? Die Zeitungen führen teilweise auch Beispiele an. Exemplarische Rechnung: Ein Familienvater (2 Kinder) verdient 50.000 Euro. Lt. Herrn Lauterbach (so genannter Gesundheitsexperte von der SPD) und Ulla Schmidt zählt er damit zu den Krösussen unserer Gesellschaft und gehört gnadenlos abkassiert und abgezockt. Allein der höhere GKV-Beitrag macht für ihn 45 Euro mehr im Monat aus. Von den weiteren Steuererhöhungen (Pendler-Pauschale/ MwSt.-Erhöhung/ Versicherungssteuer,...), Soli-Zuschlägen mal ganz zu schweigen. Wo soll das alles enden? Der vorgenannte Familienvater kann sich das Geld sicher nicht mal eben so schnell aus den Rippen schneiden. Und wenn, könnte er allein von diesem Geld schon die staatlich vielfach geforderte (wie zynisch in Anbetracht der staatlichen Abzockermentalität) zusätzliche Altersvorsorge aufbauen. Wie soll man überhaupt noch eine seriöse hauswirtschaftliche Finanzplanung betreiben?

Und das alles, weil man dem Volk nicht die Wahrheit beibringen will. Dass es nämlich nicht geht und auch in Zukunft trotz aller Beiträge von Reichen und Gutverdienenden (auch der SPD wählende Facharbeiter gehört wohl dazu) nicht gelingen wird, allen im Land jeden medizinischen Fortschritt in jeder Lage zu finanzieren.

Wo aber liegt das Problem, wenn etwa eine solide Basisversorgung auf dem Innovationsniveau von 5 Jahren vorher solidarisch gedeckt ist und der Rest durch Eigenvorsorge vonstatten gehen würde? Ich habe bei mir gerade einmal eine eigene Beispielrechnung aufgemacht. Es fehlen nur noch ein paar Euro und ich würde mich unter Zugrundelegung des neuen „Konzeptes“ besser stehen, wenn ich meinen Job nur noch auf 30 Stunden-Basis ausüben und zusätzlich einen für mich abgabefreien 400 Euro-Job annehmen würde. ARMES DEUTSCHLAND! Mit sozialer Gerechtigkeit hat das nichts mehr zu tun. Eher mit asozialer Gerechtigkeit...

Familie Koch

Düsseldorf

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