Samstag, 10. Oktober 2009

Peace mit Obama

Ich freue mich, dass B. Obama Präsident der USA ist. Ich hoffe, dass er in seinem Amt noch eine Menge wird bewegen können. Die Entscheidung, Obama bereits jetzt - nach nur neun Monaten im Amt - zum Friedensnobelpreisträger zu "adeln", finde ich aber lächerlich und populistisch.

Was hat er denn bislang für den Weltfrieden getan? Okay, das weltpolitische Klima mag jetzt eher in Richtung Aufbruch gepolt zu sein. Aber hinsichtlich der bekannten Konfliktherde ist noch gar nichts erreicht.

Der Iran baut weiter an seinen Atombomben und zugleich an dafür geeigneten Trägerraketen. Nord-Korea hat die Bombe schon längst und bleibt unberechenbar. Afghanistan wird immer unsicherer. Die Taliban kehren zurück und Obama wird eher mehr Soldaten dorthin entsenden müssen, als ihm lieb sein mag.

Wie ist also dieser Nobelpreis zu verstehen? Die Friedensdividende von Obamas Wirken zeichnet sich jedenfalls noch nicht ab.

So bleibt die Vergabe dieses Nobelpreises unverständlich.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

St. Pauli

Während der letzten beiden Tage weilte Herr Koch zu einer Presseveranstaltung in Hamburg. Eingebucht war ich im Hotel Ibis im Stadtteil St. Pauli. Schon vorher hatte ich gute Erfahrungen gemacht mit dieser Hotelkette (z. B. in Dresden). Und erneut wurde ich in meinem Urteil bestätigt.

Die Zimmer sind einfach aber funktionell gestaltet. Der Dusch- und Waschraum besteht zwar in den Zimmern des Ibis St. Pauli nicht aus einer abgemauerten Örtlichkeit, sondern aus einer Art Kunststoff-Kapsel (mit den fest verbundenen Bestandteilen Dusche, WC und Waschtisch). Wenngleich diese Lösung etwas an eine Art Luxus-Wohnmobil-Toilette erinnert, erwies sie sich für mich als äußerst zweckmäßig.

Das Frühstück und insbesondere das Rührei sind eine lobende Erwähnung wert. In der Summe kam ich auf 94 Euro pro Nacht. Ohne Umbuchungs- oder Absage-Option wären es 15 Euro weniger gewesen. Da kann man nicht meckern.

Beruflich war der Trip unterdessen erfolgreich. Der PR-Event anlässlich der MEDICA 2009, ausgerichtet in einer führenden Fachklinik für Endoprothetik, erfreute sich einer regen Teilnahme durch die Journalisten.

Auf dem Rückweg von der Klinik ins Hotel erlebte ich dann noch „St. Pauli live“. Mit einmal erblickte ich viele Polizeiwagen, einen Notarztwagen und Kameraleute vom Fernsehen. Ein Fußgänger meinte: „Die drehen bestimmt hier gerade wieder Großstadtrevier.“ Dem war allerdings nicht so. Es hatte sich gerade eine Bluttat mit Todesfolge ereignet, wie dem heutigen Polizeibericht zu entnehmen ist.

Sex & Crime – St. Pauli, wie man es kennt. Leider! Als ich vor 14 Jahren mal für ein paar Monate beruflich in Hamburg lebte, hatte ich den Eindruck, St. Pauli könne sich zu einem trendigen Szene-Viertel entwickeln. Heute zeigt sich dieser Stadtteil ungeachtet seines kultigen Fußballklubs in einem ziemlich schäbigen Licht. Wer nicht völlig zugedröhnt der schnellen Lust fröhnen will, ist hier fehl am Platze und besser zum Beispiel im Schanzenviertel aufgehoben.

Sonntag, 27. September 2009

Herr Koch und die Prognose

So, jetzt kann also meine Prognose vom letzten Montag für den Ausgang der Bundestagswahl überprüft werden. Mit dem Ergebnis für Schwarz-Gelb habe ich goldrichtig gelegen. Aber den linken Parteien-Block habe ich völlig falsch getippt. Die Linken sind stärker als die Grünen und die SPD ist völlig abgerutscht - das hatte ich so nicht auf dem Plan.

Für die SPD werden die kommenden Jahre nun kein Zuckerschlecken. Aber das gilt ebenso für die Unions-Parteien und die FDP. Sie müssen in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Krisensituation unseres Landes das Schiff wieder auf Kurs bringen.

Gibt es Einschnitte, werden sich Linke und SPD in der Opposition mit Protest als Robin-Hood-Bewegung gut etablieren können.

Gilt das Motto des moderaten "Weiter so!" nur eben jetzt mit anderen Farb-Vorzeichen, dann wird Deutschland keine großen Schritte machen und dann wird man das am Ende Union und Liberalen vorhalten.

Aber die Politiker sollten sich nicht beklagen. Andere Leute in diesem Land haben aktuell auch nichts zu lachen in ihren Jobs.

Montag, 21. September 2009

Wahlprognose

Jetzt kommt Herr Koch raus aus der Deckung. Nachher kann man ja immer viel behaupten von wegen "Habe ich ja gleich gesagt, dass das so oder anders ausgeht". Deshalb lege ich mich fest und prognostiziere das folgende Wahlergebnis:

CDU/ CSU - 33,8 %
SPD - 28,2 %
FDP - 13,2 %
Linkspartei - 10,6 %
Die Grünen - 10,2 %

Der Rest geht an andere Parteien. Im Ergebnis heißt das: Große Koalion. In 2013 schwenkt die SPD dann um zu Rot-Rot-Grün und wird das als "Politikwechsel" proklamieren.

Meine Prognose basiert auf der Annahme, dass wir doch eine recht ordentliche Wahlbeteiligung bekommen werden und dass insbesondere die Genossen von den bis dato Unentschlossenen profitieren. Die bisherige Wählerbasis für Schwarz-Gelb führt demnach zu einem geringeren relativen Anteil am Gesamtergebnis. Dieses Phänomen hatten wir schon bei den letzten beiden Wahlen und so wird es wieder kommen.

Theoretisch möglich wäre bei dem genannten Wahlergebnis, dass Schwarz-Gelb durch die vielfach diskutierten Überhangmandate ggf. 1-2 Sitze Mehrheit haben. Ich denke aber mal, Merkel wird nur dann mit Überhangmandaten regieren wollen, wenn es eine stattliche Zahl davon gibt. Immerhin dürfen diese Mandate bei Mandatswegfall (Todesfall, Berufs- oder Jobwechsel) nicht nachbesetzt werden.

Freitag, 18. September 2009

Bunte Wochen

Wer aufmerksam an dieser Stelle mitliest, wird feststellen, dass Herr Koch in letzter Zeit eher micro-bloggt. 140 Zeichen feuert man eben schnell auch mal zwischendurch ab. Ansonsten schreibt Herr Koch grad dienstlich so viel auf Grund der Vorbereitung auf gleich drei Fachmessen im November, dass die private Schreibe etwas zu kurz kommt. Dabei gibt´s durchaus Vieles zu berichten.

Zum Beispiel, dass Makler schnell die Lust verlieren, wenn man nicht Objekte im Vorbeigehen kauf. In Bezug auf ein Reihenhaus hatten wir von den Nachbarn gehört, dass die Fußbodenheizung wohl kürzlich mal einen heftigen Schaden hatte und in der Folge der Esstrich großflächig aufgestemmt wurde. Kommentar von der Maklerin: "Machen sie doch nicht die Nachbarn so wuschig." Die Bitte nach einer Gas- und Wasser-Abrechnung wurde abgelehnt und stattdessen gekontert: "Die Eigentümer haben sich entschieden, nicht an Sie zu verkaufen." Tja, wer was zu verbergen hat, braucht uns sicherlich keine Fragen mehr zu beantworten. Da erübrigt sich zu hinterfragen, warum das besagte Haus schon seit 2 Jahren auf neue Eigentümer wartet.

Was man so erlebt...

Zum Beispiel auch, dass es Frauen merklich peinlich ist, wenn sie einem ins Auto fahren und dass sie sich dafür mit hochrotem Kopf entschuldigen. Kann leider passieren, beschert aber Herrn Koch nun viel Lauferei und eine weitere Erkenntnis.

Zum Beispiel die, dass Versicherungen mitunter schneller auf Rückfragen reagieren können als bereits erwähnte Makler. Eine E-Mail an die Versicherung der schamerröteten Unfallverursacherin wurde bereits nach 8 Minuten per Handy-Rückruf beantwortet. Alle Achtung! Zurich - change happenz.

Und noch eine Erkenntnis brachte der Unfall...

Zum Beispiel die, dass auch schon siebenjährige Mitfahrer männlichen Geschlechts den Tränen nahe stehen, wenn a) das heiß geliebte Auto kaputt gefahren wird und b) damit der Besuch eines Fortuna-Spiels in weite Ferne zu entrücken droht, weil sich die Anreise spürbar verzögert. Die herbeigerufene Polizei war jedoch ganz Freund und Helfer. Einfühlsam wurde getröstet und das erste Tränchen weggeputzt. Und pünktlich zum Anpfiff für das Spiel gegen Augsburg waren Papa und Sohn dann auch in der Arena.

Mal sehen, was die nächsten Wochen noch so bringen.

Sonntag, 6. September 2009

Taufe

Heute war der erste große Tag im Leben von Junior II. Unser Kleinster wurde heute getauft. So hatten sich alle fein gemacht und dann ging es los in Richtung Kirche. Orgelmusik und Predigt - das fand Junior II wohl ganz gut am Sonntag. Er blieb jedenfalls ruhig.

Eine Empfehlung wert ist das Restaurant des Golf-Clubs an der Rennbahn. Hier fand nach der Kirche unsere Tauffeier statt. Golf-Club & Rennbahn, was nach einer versnobten Angelegenheit klingt, war erfrischend normal. Das Brunch-Buffet war top und der Preis fair.

So war es ein rundherum gelungener Sonntag im Hause Koch!

Samstag, 22. August 2009

Lott stonn

"Lott stonn" ist der passende Titel einer Düsseldorfer Initiative, die ich voll unterstütze. Konkret: Es geht der Initiative um den Erhalt der Hochstraße "Tausendfüßler" in der Innenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Trotzdem soll es abgerissen und durch einen Tunnel ersetzt werden.

Das finde ich schade, denn es hat was, mit dem Auto sich an den Rampen des Tausendfüßlers in die Höhe zu schwingen, um dann über die Schadowstraße hinweg zu gleiten. Und auch für Passanten, die sich eine Etage tiefer unter der Brücke aufhalten, könnte man mit wenigen architektonischen Mitteln attraktive Reize schaffen.

Ich denke da zum Beispiel an Shoplösungen im Kasematten-Stil und an filigrane Beleuchtung.

Und der Erhalt der Hochbrücke wäre noch dazu die wesentlich günstigere Lösung als der Tunnelbau.

Deshalb: Lott Stonn! Zur Initiative und weiteren Informationen geht es hier: http://www.lott-stonn.de

Montag, 10. August 2009

Das Besondere sehen? Sky war wie immer…

Die Fans werden neuerdings für Bundesliga live richtig zur Kasse gebeten. Ist der Aufschlag gerechtfertigt?

Nein, so lautet mein Fazit des ersten Bundesliga-Wochenendes. Glücklicherweise schaue ich als „Alt“-Abonnent noch zu den „alten“ Preisen. Sonst hätte ich mich geärgert.

13 Euro Aufpreis muss man beim Anbieter Sky seit 1. Juli zahlen, will man keine Fußball-Paarung der Bundesliga verpassen. Und an diesem Punkt kann man die Debatte schon starten. Verpasst man wirklich keine Paarung?

Der zeitlich zerfaserte Spielplan mag einerseits mehr Exklusivität bieten. Andererseits kollidiert bei normalen Menschen, die außer Fußball noch ein zweites (Familien-)Leben führen, das neue Zeitschema garantiert sehr häufig mit anderen Freizeitaktivitäten. Damit steigt das Risiko, wichtige Spiele zwangsweise zu verpassen. Das betrifft insbesondere den Sonntag. Samstags ist bei halbwegs verständnisvollen Ehefrauen ja noch durchsetzbar als für den Fußball reserviert – je nach Wichtigkeit der Partie. Zwei Spiele am Sonntag hintereinander sind dem sozialen Frieden jedoch absolut abträglich, wofür sogar der Mann im Hause Verständnis aufbringt.

Das Top-Spiel um 18:30 Uhr samstags bietet immerhin dem freizeitinteressierten Fan eine Chance, nach den sonstigen Freizeit-Aktivitäten auf das runde Leder umzuschalten. Voraussetzung: Das Abendessen kann warten und man gehört zum ausgegrenzten Milieu der Menschen, die samstags am Abend nicht mehr irgendwohin eingeladen werden.

Und sonst? Die Berichterstattung war wie immer. Die Reporter sind in ihrer journalistischen Qualität nicht besser geworden. Es sind ja auch die gleichen Personen wie in den Vorjahren. So wird der interessierte Fan unverändert genervt mit einer Fülle rhetorischer Fragen, die sich eigentlich jeder selbst beantworten kann und von denen die Interviewpartner schon sichtlich genervt sind. „Ist es nicht quasi so, dass…“ ist eine beliebte Einleitung für derart unbeliebte und nicht relevante Fragen. Ebenfalls nervt es gewaltig, dass die Reporter offenbar nicht mehr über eigene Recherchequellen verfügen. Ihre Arbeitsutensilien scheinen sich zu beschränken auf die Boulevardzeitung mit den vier großen Buchstaben. Und so mutet dann die Antwort des Interviewten auf eine bereits durch ihn in der Zeitung beantworteten Frage an wie abgestandenes Bier.

Keine Frage, Fußball für alle in voller Länge mag seinen Preis haben. Ein neuer Name rechtfertigt jedoch noch lange nicht, dass die Preise in den Himmel abheben. Mir bot das erste Wochenende mit Sky jedenfalls nichts Neues und Besonderes, was den höheren Preis rechtfertigte.

Ach ja, das Fortuna-Spiel habe ich natürlich live gesehen. Nicht beim Bezahlsender, sondern in der Mode-Arena. Das war was Besonderes! Im wahrsten Sinne der Worte: mittendrin statt nur dabei.

Sollten die Fernsehmacher ihre Preispolitik nicht überdenken, dann werde ich mir künftig noch mehr Spiele direkt im Stadion anschauen. Junior wird´s freuen und meine Frau ebenfalls. Immerhin ist ihre Forderung nach frischer Luft für den Nachwuchs mindestens 90 Minuten lang erfüllt.

Familie Koch

Düsseldorf

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