Donnerstag, 30. Juli 2009

Zauberhafte Pause

Die zauberhafte Pause im Hause Koch und damit im Koch-Blog ist vorbei - Familie Koch ist wieder aus dem Mallorca-Urlaub zurückgekehrt. Ob mit Schweinegrippe, das lässt sich noch nicht sagen. Denn die Inkubationszeit liegt hierfür wohl bei bis zu 10 Tagen.

Es hat uns schon gewundert, wie sorglos die Fluggesellschaften und der Flughafen Palma mit dem Thema umgehen. Während unseres Urlaubes überschlugen sich die Schlagzeilen zum Thema und mit einem entsprechend mulmigen Gefühl traten wir die Heimreise an. Keiner am Flughafen hat uns jedoch gefragt, ob wir uns krank fühlten, von einem medizinischen Dienst war weit und breit keiner in Sicht. In Asien ist sowas an Flughäfen bei Pandemien durchaus üblich. Da werden die eincheckenden Passagiere in Augenschein genommen und Verdachtsfälle herausgezogen und genauer untersucht.

Besorgt hatten wir uns Mundschutze. Da wir allerdings keine anderen Passagiere damit herumrennen sahen am Flughafen, verzichteten wir auf das Anlegen. Sonst hätte man uns wahrscheinlich noch für Verdachtsfälle gehalten. Eine Kollegin erzählte allerdings, dass mittlerweile viele Leute in Palma am Flughafen damit herumlaufen würden. Sie war ein paar Tage nach uns nach hause geflogen.

Wer also jetzt ab in den Süden düst, sollte das bewaffnet mit Mundschutz tun und sich nicht scheuen, diesen auch aufzuziehen.

Und sonst? Der Urlaub war erholsam, Junior II (7 Monate) hat alles gut mitgemachtet. Richtig heiss war es mit Temperaturen von mehr als 30 Grad nur in der letzten Urlaubswoche. Aber auf Malle weht an den Küsten immer ein leichter Seewind, der die Sache erträglich macht und es ist auch nicht so schwül wie hierzulande.

Jetzt stürzen wir uns wieder in die Arbeit. Junior I und Herr Koch senior freuen sich unterdessen bereits auf Fortuna Düsseldorfs Auftritt gegen den HSV. Die Karten für´s Pokalspiel sind besorgt, man trifft uns im Familienblock.

Diesbezüglich gebührt der Fortuna ein großes Lob. 18 Euro insgesamt für den Eintritt von Papa mit Junior (Sitzplätze) sind ein fairer Kurs. Das macht Lust auf mehr. Fortuna, wir kommen häufiger mal vorbei!

Sonntag, 5. Juli 2009

Halbmarathon in Himmelgeist

Am Samstag ging in D-Himmelgeist der 6. Halbmarathon an den Start. Herr Koch war mit dabei. Auch dank Kollegin Anja.

Sie hatte sich etwas weit aus dem Fenster gelehnt nach dem Lauf unserer Team-Staffel beim Düsseldorf Marathon. „Ich trage Dir Deine Tasche, wenn Du in Himmelgeist startest!“, versprach sie mir.

Was sie zu dem Zeitpunkt wohl noch nicht so recht überblickt hatte, war die Startzeit des Halbmarathons in Himmelgeist. 8:00 Uhr!

Und? Na klaro: Anja hat Wort gehalten, ist gegen 06:00 Uhr (!!!) aufgestanden und hat mich von Gerresheim nach Himmelgeist chauffiert. Bei so viel Einsatz sei Anja herzlich verziehen, dass sie selbst nicht an den Start ging.

Für mich gab es unterdessen keine Ausreden mehr. Um kurz nach 08:00 Uhr ging es auf eine traumhafte Strecke bei bestem Laufwetter – kein Wind und etwas über 20 Grad. Von Himmelgeist führte die Route zur Fleher Brücke, dann auf die linke Rheinseite nach NE-Grimmlinghausen, nordwärts in Richtung Südbrücke und danach auf der „richtigen“ Seite des Stroms wieder gen Süden ins dörfliche Himmelgeist. Angekommen bin ich da wohl so nach ca. 92 Minuten. Gern hätte ich es genau erfahren. Aber leider leisteten sich die sehr herzlichen und guten Organisatoren von der LG Himmelgeist und Fortuna Düsseldorf den einzigen kleinen Fehler des Tages, indem sie die Ergebnisse anders als angekündigt bis Samstagabend doch noch nicht online gestellt hatten (LG Himmelgeist).

Mein Dank gilt trotzdem den Organisatoren und vielen ehrenamtlichen Helfern an der Strecke. Gern bin ich im nächsten Jahr wieder mit dabei. Aber ich fürchte, dass ich mir dann einen neuen Chauffeur suchen muss für den Weg an die Strecke. Ob ich mal Frau Koch frage? Schätze mal, dass sie - als verhinderter Frühaufsteher - eher lieber wieder die Abholung vorziehen wird. Also, Freiwillige für die Hintour vor...

Freitag, 26. Juni 2009

Kind im Manne

Puh, das waren stressige Tage. Erst stand für Herrn Koch eine Dienstreise nach Prag und Wien auf dem Programm, danach Meetings ohne Ende und in dieser Woche wieder eine Dienstreise nach Stuttgart. Außerdem haben wir uns intensiv mit einer Neubauwohnung beschäftigt. Grundriss und Lage waren gut, der Blick aus dem Wohnzimmer auf Grund eines nur wenige Meter entfernten Hauses leider bescheiden. Der Balkon war total dunkel und völlig einsehbar. So wurde es eine Abwägungsentscheidung, die wir letztlich gegen die Wohnung getroffen haben, da auch andere Dinge nicht so waren, wie es unseren Vorstellungen entsprach.

Nach dem ganzen Heckmeck hat Herr Koch beschlossen, dass Kind im Manne noch einmal so richtig auszuleben. Nachdem ich kürzlich am Flughafen wieder mal über so einen ferngesteuerten Micro-Hubschrauber gestolpert bin, führte meine Web-Recherche gestern zu einem günstigeren Preis und damit zu einer Bestellung.

Junior I wird Augen machen, wenn er das erste Mal dieses Ding im Einsatz sieht. Aber er darf sich nicht beklagen. Denn mit reichlich Neid habe ich mitverfolgen "müssen", wie er zum Geburtstag ein ferngesteuertes Boot geschenkt bekommen hat. Jetzt sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt und wir sind zumindest modelltechnisch zu Wasser und in der Luft gut unterwegs.

Apropos Junior I: Er muss waffentechnisch aufgerüstet werden. Gestern kam er heulend von einer Wasserpistolenschlacht. Alle Jungs hatten eine, nur er nicht. Völlig unbewaffnet ergab er sich in sein Schicksal und kam klatschnass zuhause an. Das geht natürlich nicht. Heute wird das Waffenarsenal aufgestockt, es wird nachgeladen und zurückgespritzt.

Ist das alles pädagogisch wertvoll? Nö! Aber besser, es wird im Hochsommer mit Wasser herumgespritzt, als dass uns PC-Ballerspiele ins Haus kommen. Die können Juniors Freunde irgendwann noch so zahlreich besitzen. Wir werden uns dem verweigern. Denn da streikt irgendwie auch das Kind im Manne Koch...

Freitag, 12. Juni 2009

Und weiter geht´s

Ja, jetzt ist auch bei Familie Koch nicht mehr Pfingsten. Bei uns standen die letzten Tagen ganz im Zeichen von Juniors Geburtstag. Er ist 7 geworden. Erst wurde im Kreise der erweiterten Familie gefeiert. An diesem Wochenende kommen die Freunde.

Geplant ist eine Waldrallye, eine Kuchenschlacht und Fußballspielen im Park mit Juniors neuen Toren.

Und sonst?! Die Immobiliensuche geht weiter. Aber es zeichnen sich durchaus gute Optionen ab. Aber wer die Wahl hat, der hat die...

Wie will man auch eine Wohnung in dem einen Stadtteil mit einem Reihenhaus in einem ganz anderen Stadtteil vergleichen? Alles hat seine Vor- und Nachteile. Man kann viel falsch oder richtig machen.

Ungeachtet dessen geht es wieder los: Vertragstexte lesen, Teilungserklärungen lesen, Banken abklopfen und rechnen, rechnen, rechnen.

Ganz nebenbei geht´s in Kürze auch noch auf Dienstreise für Herrn Koch nach Prag und Wien.

Langeweile geht anders!

Und weiter geht´s

Ja, jetzt ist auch bei Familie Koch nicht mehr Pfingsten. Bei uns standen die letzten Tage ganz im Zeichen von Juniors Geburtstag. Er ist 7 geworden. Erst wurde im Kreise der erweiterten Familie gefeiert. An diesem Wochenende kommen die Freunde.

Geplant ist eine Waldrallye, eine Kuchenschlacht und Fußballspielen im Park mit Juniors neuen Toren.

Und sonst?! Die Immobiliensuche geht weiter. Aber es zeichnen sich durchaus gute Optionen ab. Aber wer die Wahl hat, der hat die...

Wie will man auch eine Wohnung in dem einen Stadtteil mit einem Reihenhaus in einem ganz anderen Stadtteil vergleichen? Alles hat seine Vor- und Nachteile. Man kann viel falsch oder richtig machen.

Ungeachtet dessen geht es wieder los: Vertragstexte lesen, Teilungserklärungen lesen, Banken abklopfen und rechnen, rechnen, rechnen.

Ganz nebenbei geht´s in Kürze auch noch auf Dienstreise für Herrn Koch nach Prag und Wien.

Langeweile geht anders!

Montag, 1. Juni 2009

Frohe Pfingsten?

Na, so kann man sich die Pfingsttage auch versauen. Am Samstag musste unser abgestorbenes Bäumchen auf dem Balkon dran glauben. Wir dachten ja, da stecke vielleicht noch ein Hauch Leben drin. Denkste!

Also wurde kleingesägt, ausgetopft und weggeschleppt. Die Erde war total verwurzelt, nicht mehr zu gebrauchen. Also musste sie auch entsorgt werden. Was stand danach an? Klar, der Balkon sah aus wie Sau und wurde erst einmal gewienert. Außerdem musste der Übertopf abgebürstet und in die Garage geschleppt werden.

Statt des Heiligen Geistes ist also eher die irdische Arbeit über uns gekommen. Und dazu noch eine Magen-Darm-Grippe. Junior I war bei einem Kindergeburtstag. Tja, ein Kotzbrocken ist immer mit dabei und hat halt die übrigen Kids angesteckt.

Natürlich musste sich der kindliche Magen während einer Autofahrt nach Krefeld Freiraum verschaffen. Glücklicherweise hatte Herr Koch mal aus einem Flugzeug eine Kotztüte entführt und diese in der Rücklehne des Autositzes verstaut. Man(n) kann ja nie wissen! Und dieser Ernstfall trat nun also ein.

Die praktische Tüte hat uns jedenfalls das Pfingstfest gerade noch gerettet. Denn anhalten konnten wir nicht mehr rechtzeitig, Junior hatte aber immerhin gut gezielt. Nix ist danebengegangen.

Bei so viel Plaque an den freien Tagen, stellt sich uns eigentlich nur eine Frage: Wann beginnt endlich wieder der normale, erholsame Alltag?!

Mittwoch, 27. Mai 2009

Premiere wird Sky und die Preise heben ab...

Wer mit dem Gedanken spielt, Bundesliga künftig via Pay-TV zu sehen, sollte sich beeilen. Ab 1.7. wird’s sehr teuer.

Mit dem Bezahlfernsehen ist das in Deutschland so eine Sache. Es kommt nicht recht in Gang. Die Abozahlen von Premiere dümpelten in den letzten Jahren vor sich hin. Kein Wunder: Auch ohne Pay-TV zahlt man mit GEZ- und Kabelgebühren ja schon locker mehr als 30 Euro im Monat.

Um den Trend zur Abkehr vom Pay-TV zu stoppen, haben sich die Marketing-Profis von Premiere jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie benennen sich um und erhöhen die Preise.

Wer künftig Fußballbundesliga live sehen will, zahlt mal eben 65 Prozent (!!!) mehr als bisher. Auf die Idee muss man in Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erst einmal kommen.

Der Reihe nach: Ab Juli heißt der Sender Premiere „Sky Deutschland“. Und wer von diesem Sender dann ein Abo buchen möchte, muss in jedem Fall erst einmal ein Basis-Paket von 20 digital ausgestrahlten Sendern für 16,90 Euro bestellen. Ohne diese Basis geht künftig gar nichts, ob man das braucht oder nicht. Zu diesem Basis-Paket bucht man dann die weiteren Programmpakete dazu.

Wer also bislang „Premiere Fußballbundesliga“ für 19,90 Euro monatlich schaute, muss künftig insgesamt 32,90 Euro berappen. Kommt noch das Paket „Sport“ für DFB-Pokal, Eishockey, Formel 1 etc. dazu, macht das insgesamt 44,90 Euro (statt bisher 34,90 Euro). Die vermeintlichen Marketing-Profis nennen das neudeutsch „buy-through“-Modell.

Man muss sich das so vorstellen, als bekäme man in einem Autohaus ein Auto nur noch in Verbindung mit einem (nicht benötigten) Wohnwagen. Ob´s der Kunde akzeptiert?

Wer jetzt noch schnell eines der „alten“ Premiere-Pakete für zumindest die kommenden 12 Monate ordern möchte, sollte nicht nur schnell zuschlagen, sondern dafür auch ein ziemlich dickes Fell mitbringen.

Herr Koch weiss da von einem interessanten Selbstversuch zu berichten. Vor zwei Wochen bestellte ich ein Programm-Paket via Telefon. Mir wurden drei Frei-Monate zugesagt und der Entfall der Aktivierungsgebühr für die Smartcard. Ich bat um eine schriftliche Auftragsbestätigung. Es kam jedoch nur die Smartcard, ergänzt um die kleingedruckten AGB. Unter Zuhilfenahme einer Leselupe konnte man daraus immerhin ablesen, dass der Vertrag mit Aktivierung der Smartcard sofort zustande kommt und die Widerrufmöglichkeit erlischt.

„Keine Aktivierung ohne Auftragsbestätigung“, dachte ich mir und rief bei der Hotline des Pay-TV-Senders an. Dabei stellte sich heraus, dass keine Frei-Monate für mich vorgemerkt waren. Ich möge doch den Vertrag noch einmal neu abschließen, die Kollegin habe da wohl was vergessen „im System zu hinterlegen“. Meine Gegenfrage, ob man mir nicht im Nachhinein eine entsprechende Gutschrift einräumen könne, wurde abgelehnt. Das sei „organisatorisch und technisch“ nicht möglich, ein Widerruf des ursprünglichen Vertrags und sofortiger Neuabschluss sei einfacher.

Da bleibt einem glatt die Spucke weg. Wer so mit Interessenten umgeht, muss wohl in der Tat die wenig verbliebenen Kunden bis weit über die Schmerzgrenze hinaus finanziell auspressen, um auf Sicht überleben zu können.

Mir stellt sich da die Frage nach Alternativen. Letzten Samstag habe ich sie wohl gefunden. Ein Spiel von Fortuna live anzuschauen, ist und bleibt immer noch die bessere Wahl zum heimischen Sofa.

Keine Aktivierungsgebühr, kein Kleingedrucktes, kein Zwang, noch ergänzend zum Fußballspiel zwangsweise eine Karte für rhythmische Sportgymnastik erwerben zu müssen und keine Kündigungsfrist. Bei Nichtgefallen des Dargebotenen bleibt man einfach weg.

Das Leben ist live! Bezahl-Glotze ist Abklatsch.

P. S. Hier noch einmal Details zum Nachlesen: http://tinyurl.com/qtke65

Samstag, 23. Mai 2009

Aufsteiger! 95 olé...

Heute ist Düsseldorf Fortuna. Und heute sind wir alle Aufsteiger!
10 Jahre hat es gedauert und nun ist die Fortuna wieder da. ENDLICH! Der Weg dahin war heute für meinen Sohnemann und mich ziemlich nervenaufreibend.

Bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff haben wir uns von Gerresheim aus auf den Weg ins Stadion gemacht. Trotzdem wären wir fast zu spät gekommen. Denn der Andrang war so enorm, dass sich das merkwürdige Einlass-System, alle Fans über gerade einmal zwei (und nicht vier) Seiten ins Stadion zu lassen, für uns fast gerächt hätte. 45 Minuten hat es gedauert, bis wir die Security und Drehkreuze passiert hatten.

Entschädigt wurden wir von einer irren Atmosphäre. Lediglich die Partien zuhause gegen Braunschweig und Wuppertal konnten wir nicht mitverfolgen, alle übrigen Heimspiele hatten wir gesehen. Und doch stellte dieses Fortuna-Endspiel alles in den Schatten.

Es ist zu vermuten, dass sowas auch nie wieder kommen wird. Denn mangels Bremer Fans war die Arena komplett in Rot-Weiss getaucht.

Das Spiel begann mit einer Großchance, die zwar versiebt wurde, die aber offenbar den Fortuna-Jungs die nötige Sicherheit vermittelt hatte. Tja, und dann kam Marco Christ. Es war ein irres Tor. Alle hatten mit einer Flanke gerechnet. Doch das "Ding" ging ´rein.

Danach haben mein Sohnemann und ich nur noch gezittert bis zum Abpfiff.

Jetzt ist Fortuna drin! Drin in Liga 2. Diese schöne Stadt, dieses schöne Stadion, diese Fans haben das verdient. Nun kommen Gegner wie Duisburg, St. Pauli, Bielefeld, Kaiserslautern, Aachen, Oberhausen...

Natürlich gibt es noch illustere Teams im Profi-Fußball. Aber dennoch sind die Gegner einfach ungleich attraktiver als in Liga 3.

Was geht in Liga 2? Fortuna wird meiner Meinung nach gegen den Abstieg spielen. Halten sie die Klasse (und danach auch im schwierigen zweiten Jahr), dann kann man vielleicht mal an eine noch rosigere Zukunft glauben. Vorerst sollte man aber erst einmal auf dem Teppich bleiben und den lang ersehnten Aufstieg in Liga 2 genießen.

95 olé!

Donnerstag, 21. Mai 2009

Madrid

Die letzten beiden Tage hat Herr Koch beruflich in Madrid verbracht. Das ist eine prachtvolle Stadt, die ich völlig unterschätzt hatte. Ich war davon ausgegangen, in eine Stadt zu reisen mit maximal 1,5 Millionen Einwohner, etwas verschlafen - eben eine typische Verwaltungsstadt.

Doch bereits bei der Ankunft am Flughafen Barajas wunderte ich mich über dessen riesige Dimensionierung. Zwei riesige Terminals von jeweils gut und gern 1 km Länge erwarteten die Passagiere. Wer hier ein bisschen spät dran ist, kommt ganz schön ins Laufen.

Auf der Fahrt in die Stadt wurde dann mein Vorurteil eindrucksvoll revidiert. Ich erfuhr, dass Madrid größer als Berlin ist und gut 4 Millionen Einwohner zählt. Die Straßen sind prachtvoll angelegt und es pulsiert ein Leben und Autoverkehr, wie man das sonst nur kennt von den großen Weltmetropolen.

Gewohnt habe ich in einem Hotel an der C. de la Princessa. Von dort aus kommt man recht schnell am Plaza de Espana vorbei über die Gran Via zum Plaza de Cibeles und zur Prachtstraße Paseo del Prado. Jeder Blick trifft entlang dieses Weges auf malerisch schöne Fassaden mit teils fast übersteigert kitschigen Türmchen und Erkern.

Ein Abstecher zum zentralen Platz der Puerta del Sol durfte natürlich nicht fehlen, war allerdings auf Grund einer Großbaustelle inmitten des Platzes nicht ganz so sehenswert. Dafür wird der Madrid-Besucher abends allerdings reichlich entschädigt am Plaza Mayor.

Mit Geschäftspartnern bin ich hier von einer Tapas-Bar zur nächsten getingelt, beseelt von süffigen spanischen Bieren (San Miguel, Mahou). Der Königspalast ist zwar ebenso wie die Oper nur einen zweifachen Steinwurf entfernt gelegen, war jedoch erst am folgenden Morgen im Rahmen eines kurzen Spazierganges ein lohnenswertes Ziel.

Und weil man in dieser weitläufigen Stadt wirklich nicht alles zu Fuß ablaufen kann, unternahmen unsere Geschäftspartner mit uns noch eine rund einstündige Stadtrundfahrt, die etwa entlang der langen Paseo de la Castellana in Richtung Norden führte. Wer wollte nicht als eingefleischter Fußballfan beispielsweise einmal das Stadion von Real Madrid in Natura gesehen haben?!

Auch geschäftstechnisch verlief die Reise erfolgreich, weshalb in jeder Hinsicht Herr Koch dieser Trip nach Madrid in bester Erinnerung bleiben wird. Den einzigen Wehrmutstropfen vergoss in den Wein die spanische Fluglinie IBERIA. Mini-Sitzabstand, nicht einmal ein Getränk for free, ein defekter Ticket-Automat und unfreundliche Stewards bildeten eine Melange grenzwertigen Services. Die "Krönung" kam zur (immerhin) Punktladung in Düsseldorf. Zur Beruhigung der Passagiere wurde Weihnachtsmusik vom Tape eingespielt. Den Reisenden fiel es auf, der verschlafenen IBERIA-Crew unterdessen nicht.

"Oh Du Fröhliche" im Mai?! Nun ja, es war doch irgendwie passend zu einem Abstecher in eine fröhlich-lebendige Stadt.

Madrid ist jedenfalls eine Reise wert!

Familie Koch

Düsseldorf

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Zuletzt aktualisiert: 28. Jun, 09:32

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