Montag, 27. September 2010

No Concept

Wenn man eine neue Wohnung einrichtet, dann landet man zwangsläufig beim sattsam bekannten schwedischen Einrichtungsdiscounter. Die Möbel sind schlicht und damit massenkompatibel, sie lassen sich (verhältnismäßig) leicht aufbauen und sind günstig.

Aber man stellt sich auch die Frage, ob es denn immer zwingend IKEA sein muss. Man will sich ja auch mal etwas gönnen. (…)

So kamen wir bei der Suche nach einem passenden Couch-Tisch zu einem Laden eines vermeintlichen Premium-Möbelanbieters, dessen Name sich aus dem Titel dieses Blog-Eintrages mit ein klein wenig Phantasie leicht ableiten lässt. Auch dort sind die Möbel flexibel erweiterbar, schlicht und damit gut kombinierbar.

Die Wahl des Couch-Tisches war schnell abgeschlossen – eine schlichte, weiß lackierte Tischplatte mit vier darunter verschraubten Gummi-Rollen. Was danach kam, hatte mit Premium bis auf den Preis aber nichts mehr zu tun.

Es wurde uns die Lieferzeit genannt: 4 Wochen – für eine einfache Tischplatte! Eine Anzahlung in Höhe der Hälfte des gepfefferten Tischpreises (300 Euro) war aber trotzdem per sofort fällig.

Die Frage, ob der Tisch denn montiert abholbereit gestellt würde, wurde wenig premium-like beantwortet. Der Tisch würde geliefert, die Rollen müsste man aber selbst unter die Tischplatte schrauben. Kosten für die Lieferung: 50 Euro (!!!).

Die Dame an der Verkaufstheke muss unseren schock-gefrosteten Gesichtsausdruck gesehen haben. Man könne den Tisch auch umsonst abholen, entgegnete sie. Das könne aber nicht im Laden geschehen, dafür müsse man zu einem Außenlager nach Erkrath, das auch nur an bestimmten Tagen zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet habe.

Das haben wir am Freitag dann gemacht. Die Zeitspanne für die Abholung war von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr sehr knapp bemessen. Auch stellte sich heraus, dass die Rollen nicht gerade bombenfest verschraubt werden konnten in der Tischplatte, was wohl in der weichen Sperrholz-Struktur des Möbels begründet liegen dürfte.

Fazit! Der Tisch gefällt. Trotzdem erscheint uns vor dem Hintergrund des Erlebten der vermeintliche „Billigheimer“ aus Schweden nun in einem anderen Licht. Für uns ist das der heimliche Premium-Anbieter, jedenfalls im Vergleich zu Bo Concept. Möbel können direkt nach der Auswahl mitgenommen werden, die Öffnungszeiten sind so bemessen, dass man sich dafür arbeitstechnisch nicht anpassen muss. Und selbst ein Sofa wird einem am Tag des Kaufs für gerade einmal 40 Euro nach Hause bis ins Wohnzimmer geliefert.

Selbst in Sachen Qualität kann sich Bo Concept bei IKEA noch etwas abschauen. Möbel, die bei IKEA mit Rollen versehen werden können, werden ab Werk direkt mit eingelassenem Gewinde versehen. Da dreht keine Holzschraube mehr durch.

So verfestigt sich der Eindruck: Premium ist nicht immer der, der die höchsten Preise aufruft. Und IKEA ist in vielerlei Hinsicht näher dran an Premium, als man das gemeinhin glauben mag.

Familie Koch

Düsseldorf

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