Freitag, 20. März 2009

Straßenbahnunglücke durch fehlerhafte Ampeln?

Offener Brief an:
Amt für Verkehrsmanagement
der Landeshauptstadt Düsseldorf
+
Rheinbahn AG Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren,

insbesondere vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Straßenbahnunglücke in Düsseldorf weise ich Sie hiermit auf eine gravierende Fehlschaltung der Ampelanlage an der Straßenbahnstation am Staufenplatz hin (Ecke Grafenberger Allee/ Vautierstraße).

An dieser Stelle halten Straßenbahnen auf einer Mittelinsel und entsprechend gibt es zwei Fußgängerampel (auf die Insel und dann auf die andere Straßenseite).

Gleich zwei gravierende Fehlschaltungen waren heute (20.3./ 17:30 Uhr) mehrfach zu beobachten.

Fährt eine Bahn an den Haltepunkt heran, dann blinken spezielle Warnlichter gelb, die auf die Bahn hinweisen. Diese blinken jedoch nicht mehr, wenn die Bahnen ein paar Sekunden halten (für das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste). Und sie blinken auch nicht mehr, wenn die Bahnen wieder anfahren.

In Kombination mit dem zweiten gravierenden Fehler könnte dieser Umstand fatale Folgen haben.

Gleich mehrere Male war heute zu beabochten, dass Bahnen anfuhren, obwohl beide Fußgängerampeln für den querenden Fußgängerverkehr auf grün geschaltet waren. Das heißt, dass die Bahnen bei Grün für die Fußgänger fuhren und gleichzeitig kein Warnblinklicht auf die anfahrende Bahn hinwies. Offenbar achteten auch die Straßenbahnfahrer nur auf ihr eigenes Signal, nicht aber auf die Fußgängerampeln.

In der Nähe dieser vielfrequentierten Ampelanlage befindet sich die Gutenberg-Grundschule. Kinder achten vor allem auf Grün und auf die Warnsignale der Ampeln. Aber je nach Situation achten sie eben nicht auch noch auf die jeweilige Fahr- und Standsituation der Bahn.

Alarmiert wurde ich vor allem dadurch, dass mein Sohn heute in Anbetracht beider grüner Fußgängerampeln loslief und auf die andere Straßenseite rennen wollte. Gerade noch rechtzeitig sah ich die Bahn anfahren. Das Warnsignal für die fahrende Bahn blinkte nicht. Zumindest dieses Signal hätte meinen Sohn noch aufhalten können.

Zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit gehört mindestens eine der genannten Fehlschaltungen beseitigt. Entweder die Bahnen erhalten kein Freifahrtsignal bei grünen Fußgängerampeln (dies wäre die logische Variante). Oder es muss zumindest für das Losfahren der Bahnen ein Warnsignal gegeben sein.

Mit der Bitte um Prüfung und Feedback.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Koch

Donnerstag, 19. März 2009

Gezwitscher mit Aussetzern

Twitter ist eine witzige Sache! Glaubte ich bis kurz nach der Anmeldung und dem Loslegen. Diese Community ist einfach erklärt. Man berichtet in maximal 140 Zeichen (wie einst zu SMS-Zeichen), was man gerade tut - quasi als Live-Stream aus dem Wahnsinn des täglichen Lebens.

Doch nach ein paar Tagen beginne ich zu verzweifeln und an Twitter zu zweifeln. Immer öfter passiert es mir, dass die geposteten so genannten "Updates" einfach wieder nach ein paar Minuten verschwinden. Sie sind dann nicht mehr ersichtlich. Das ist ungefähr so, als würde man einen Internet-Ticker aus der Bundesliga verfolgen, der mal eben die Einträge in der Endphase automatisch löscht.

So komme ich zu dem Schluss, dass der Hype im Twitter ein bisschen reichlich übertrieben ist. Denn die Idee dieses Services verlangt nun mal nach einer technisch konsistenten Lösung. Wenn Ausschnitte aus dem spontan formulierten Jetzt sich dagegen in Luft auflösen, dann kann man sich das alles sparen. Die Authentizität des Augenblicks ist weg.

Wer also noch nicht angemeldet ist, braucht momentan auch nicht loszulegen. Das Twittern ist jedenfalls aktuell nicht so fröhlich wie das Vogelgezwitscher draußen vor der Tür. Und der Twitter-Support zwitschert auf Anfragen auch keine Lösung des Problems zurück. Setzen 6 - Thema leider auf Grund technischer Unzulänglichkeiten verfehlt.

Die Sache mit dem Unterhalt

Au Backe – das ist ja mal wieder Stoff für eine lange Diskussion. Der Bundesgerichtshof hat bestimmt und Deutschlands Frauen dürften aufschreien.

Meine Frau verzog jedenfalls gestern das Gesicht, als sie im TV die Nachricht vernahm, dass sich geschiedene Mütter künftig schneller wieder um eine Arbeit bemühen müssen. Dass ihnen – eine entsprechende Betreuungsmöglichkeit für das Kind vorausgesetzt – sogar eine Vollzeitstelle unter Berücksichtigung der Umstände zumutbar sei.

Bislang galt die so genannte „08/15-Regelung“. Bis zum 8. Lebensjahr eines Kindes hatte die gängige Rechtsprechung Alleinerziehende nach der Scheidung quasi von der Erwerbstätigkeit freigestellt, aufgefangen durch entsprechende Unterhaltszahlungen des Ex-Partners. Ab dem 15. Lebensjahr des Kindes hielt man mindestens eine Halbtagsstelle für angemessen.

Nun also die Kehrtwende. Einen generellen Anspruch ausgehend von der jahrelangen Verfahrenspraxis auf längere Unterhaltszahlungen können Alleinerziehende nun nicht ableiten.

Und was halte ich (als Mann) davon: Ich finde das Urteil gerecht und ausgewogen. Das Urteil hat schließlich nur eine Richtschnur vorgegeben. Im Einzelfall kann ja immer noch dargelegt werden, warum eine Vollzeitstelle nicht angenommen werden kann und warum deshalb mehr Unterhalt zu zahlen ist. Plausible Gründe können zahlreich sein: Ein geeigneter Arbeitsplatz wird nicht gefunden, die Möglichkeiten der Kinderbetreuung sind nicht in dem Umfang gegeben etc..

Aber die bisherige Rechtsprechung hat die Männer teils stark benachteiligt und ihnen einen Neuanfang auf Grund zu starker wirtschaftlicher Belastung verwehrt.

Ein Gegenargument ist freilich, dass Kindererziehung selbst sehr zeitintensiv ist und dass man das anrechnen müsse bei der Bemessung der zumutbaren Arbeitszeit der Frau.

Dieses Argument ist ein sehr gewichtiges Argument. Der Ex-Partner kann es nur entkräften, wenn er sein gleichrangiges Sorgerecht wahrnimmt und sich ebenfalls aktiv einbringt. Gleichzeitig muss das natürlich auch von der anderen Seite angenommen werden.

Sich einigeln, die Kinder vom Ex-Partner fernhalten und ihn aber zum dauerhaften Zahlmeister degradieren, geht nicht mehr.

Für Deutschlands Gerichte wird es nicht einfach. Aber sie werden in jedem Einzelfall genau abwägen. Und das ist gut. Bleibt zu hoffen, dass in möglichst vielen Einzelfällen sich die Betroffenen nicht nur über das Gericht arrangieren, sondern auch sonst zu einem kooperativen Umgang finden – nicht zuletzt zum Wohle der Kinder.

Sich gar nicht erst scheiden zu lassen, wäre noch besser.

Dienstag, 17. März 2009

Althaus-Bashing geht weiter

Jetzt muss Herr Koch doch mal wieder politisch werden. Mir platzte grad ob der Tagesthemen der Kragen. Hauptthema der Sendung war die Kritik am Interview Dieter Althaus mit der BILD-Zeitung. "Freunde und Gegner" seien verärgert. Kritisch zu Wort meldeten sich dann aber in dem Beitrag nur "Gegner" (Hier!). Sogar ein "Moral-Experte" durfte vermeintlich höchstwissenschaftlich das frevelhafte Verhalten Althaus brandmarken.

Ja, geht´s noch?! Eine politisch in gewisser Weise positionierte Presse hatte sich das offenbar so gut für sich vorgestellt. In Anbetracht eines zu erwartenden langen Gerichtsprozesses hätte man den CDU-Politiker Tag für Tag ein bisschen mehr "zerlegen" können. Und dann das: Es gab überraschend ein Blitz-Urteil.

Kaum hatte sich die vorgenannte Presse von diesem "Schock" erholt, legte sie nach. Die Artikel häuften sich, ob denn Althaus überhaupt noch in der Lage sei, sein Amt auszuführen - so schwer verletzt und nun auch noch verurteilt.

Und was macht Althaus? Er gab ein Interview der reichweitenstärksten Zeitung, aus dem glasklar geschlossen werden kann, dass er wieder fit wird.

Das passt natürlich bestimmten Medien überhaupt nicht in den Kram. Motto: "Jetzt kommt der auch noch zurück und zwar gesund. Klar, da muss jetzt weiter nachgelegt werden."

Sowas finde ich journalistisch unprofessionell. Althaus hat einen Fehler begangen innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Ihn dafür jetzt zu kriminalisieren, ist ziemlich schändlich.

Genauso hat die BILD ein bisschen reichlich fett aufgetragen mit ihrer täglichen Hofberichterstattung.

Trotzdem! Das Bashing muss jetzt endlich ein Ende haben. Der Wahlkampf sollte über Themen geführt werden. Und dann werden alle sehen, wer die besseren Argumente auf seiner Seite hat. Politisch derart massive Einmischung steht unterdessen den Medien - gleich ob so oder anders politisch ausgerichtet - schlecht zu Gesicht.

Als PR-Mann ärgert sich Herr Koch insbesondere auch darüber, dass selbst vermeintlich renommierte Zeitungen wie die FTD offenbar nicht mehr zu neutraler politischer Berichterstattung in der Lage sind.

So wurde der "Wahlkampf"-Auftritt von Vize-Kanzler Steinmeier vor den Opel-Mitarbeitern bejubelt. "Da setze der Vize Kanzlerin Merkel gehörig unter Druck", lautete die Richtschnur des Artikels. Dass er das auf dem Rücken des deutschen Steuerzahlers zu gedenken versucht, war dagegen nicht Gegenstand der FTD-Berichterstattung. Die paar Milliarden...

Heute wird dagegen abfällig über die USA-Reise unseres neuen Wirtschaftsministers zu Guttenberg berichtet. Das sei alles nur Show (...). Überschrift: "Ich war noch niemals in New York." (Hier!)

Deutschland, Deutschland, Deine Medien waren auch schon einmal besser in Form. Offenbar ist die Krise bei manch´ einem Redakteur schon im Hirn angekommen.

Samstag, 14. März 2009

Gammel-Wochenende

Ach, wie ist das doch mal schön. Familie Koch verbringt ein Gammel-Wochenende. Gestern Abend war Herr Koch zwecks Vorbereitung der Läuferstaffel (Rheinmarathon!) von Opinio im Weissen Haus in Neuss. Die Opinio-Autoren gehen in vier Staffeln á vier Läufern am 3. Mai an den Start. Meine Strecke wird linksrheinisch kreuz und quer durch Oberkassel führen und ca. 11,54 km lang sein.

Klar, dass dafür Training angesagt ist. So bin ich heute Morgen wieder am Unterbacher See und im Eller Forst unterwegs gewesen. Danach ging´s mit Junior I zu Fortuna - Aue. Leider hat es für F95 nicht mit dem Dreier geklappt. Aber noch ist alles drin. Jetzt gilt es vor allem, das Spiel in zwei Wochen gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Emden zu gewinnen. Die Karten liegen schon griffbereit auf unserem Schreibtisch.

Unterdessen stinkt es ziemlich streng in unserem Wohnzimmer. Denn ich habe gerade den Holz-Esstisch gewachst. Obwohl Wachs doch eigentlich ein ziemlich natürliches Produkt sein sollte, so riecht der verwendete Flüssig-Wachs leider extrem chemisch.

Frau Koch (sonst eher eine "Frost"-Beule) hat auch prompt alle Fenster aufgerissen.

Immerhin kann sich das Ergebnis sehen lassen. Der Buche-Tisch glänzt wieder fast wie neu.

Donnerstag, 12. März 2009

Auf Sparflamme

Die Energiesparbirne und ich, das ist so eine ganz besondere Beziehung.

Es ist wie auch sonst im Leben. Dinge, die gesund sind, schmecken oft nicht. Schuhe, die den Füßen gut tun, sehen in der Regel doof aus und Werke literarischer Güte sind meist etwas müßig in der Lektüre.

Mit der Energiesparbirne verhält es sich ähnlich. Ökologisch betrachtet führt kein Weg an ihr vorbei. Und auch die Kosten-Leistungsrechnung manch´ eines Unternehmens soll dieses Produkt bereits lieb gewonnen haben. Die Australier haben sogar schon ihr zuliebe die konventionelle Glühbirne komplett aus den Baumarktregalen verbannt.

Wer will sich in Anbetracht dieser Gemengelage also dauerhaft der Leuchtkraft mit Sparpotenzial verwehren? So beschloss ich vor ein paar Tagen, sukzessive alle Birnen im Hause Koch gegen Energiesparbirnen auszutauschen.

Doch vor die Ökoeffizienz hat die Lampenindustrie den Schirm gesetzt. Konkret: Die gemeine Funzelummantelung scheint auf den neumodischen Weg der Energieersparnis gelinde gesagt nur unzureichend abgestimmt zu sein. Kurz: Die Öko-Birne ist fett, der Lampenschirm grazil. Das passt nicht zusammen.

Eine Bestandsaufnahme in unserem Haushalt hat ergeben, dass wir für eine Zukunft unter australischen Voraussetzungen schlecht vorbereitet wären. In mehr als die Hälfte unserer Lampen könnten wir keine Sparbirnen drehen, weil die Lampenschirme jeweils zu klein wären. Unter den übrigen deutschen Dächern dürfte es sich in etwa ähnlich verhalten hinsichtlich der „Öko-Birne-sucht-Fassung-Quote“.

An dieser Stelle dämmert es mir sprichwörtlich: Der Klimawandel könnte nur ein Killer-Argument sein, quasi das Halali zum großen volkswirtschaftlichen Abwracken konventioneller Leuchtmittel. Die Lampenindustrie hat das zugegebener Maßen geschickt vorbereitet, dieses Konjunkturpaket II. Öko findet schließlich jeder gut. Ergo tauscht jeder gern seine Birnchen aus. Und damit zwangsweise auch die Lampenschirme? So dürfte die Rechnung der Lichtindustrie aussehen.

Aber der normale Verbraucher ist nicht immer ganz so helle. Das verhindert zwar einerseits zugunsten der Industrie, dass er ihr mieses Spiel durchschaut. Aber die Minderbemitteltheit verhindert zugleich auch in Sachen der Leuchtmittel ein Kaufrausch im Sinne der Industrie.

Meine Wenigkeit war etwa für den richtigen Einsatz von Sparlampen bis gestern schlicht zu blöd. Als ich die ersten Sparlampen in die Fassung gedreht hatte, war mir die Lichtausbeute zu gering und ich entfernte die Dinger schnell wieder. Gestern dann das: Für Juniors Bettlampe wähnte ich die Öko-Funzel gerade gut genug, drehte die Birne in die Fassung und entschwand zum Abendessen.

Vom Esstisch aus vernahm ich aus den Augenwinkeln höchst Erstaunliches. Es wurde im an das Kinderzimmer angrenzenden Flur immer heller. Und siehe da: Bei der Rückkehr in Juniors Reich hätte ich fast eine Sonnenbrille aufsetzen müssen, so hell und grell brannte mittlerweile die Birne. Jetzt machte meine Frau einen auf oberschlau. Sie hätte da mal was gelesen, dass der Schein erst mit der Zeit bei diesen Energiesparern so richtig erstrahlen würde, man müsse sich immer etwas gedulden bis zur vollen Leuchtkraft.

An dieser Stelle hat mich zwar die Erleuchtung ereilt. Aber ich finde doch, dass der schöne Öko-Schein trügt. Wenn man nur mal kurz Licht anmachen will, um etwas zu suchen, dann muss man also warten bis zum vollen Durchblick?! Das soll ökologisch sinnvoll sein?

Wie so oft im Leben habe ich für mich den Mittelweg entdeckt. Im Baumarkt ist mir nämlich noch etwas aufgefallen: die Glühbirne mit Halogentechnik. Sieht normal aus, passt in jeden Lampenschirm, spart rund 30 Prozent Energie ein und erstrahlt sofort nach dem Einschalten in angenehmem Glanz.

Das Klima lässt sich damit vielleicht nur zur Hälfte retten. Aber für die andere Hälfte tappe ich lieber das ein oder andere Mal total im Dunkeln, als auf einen Schlag mein komplettes Lampeninventar samt Schirmen und Fassungen auszutauschen.

Mittwoch, 11. März 2009

Gezwitscher zwischendurch

Gerade beschäftige ich mich beruflich mit neuen Wegen der Kommunikation. Immer wichtiger (auch für Unternehmen) werden Plattformen wie etwa Twitter. Und wer will, findet da jetzt auch die neuesten Kurznews der Familie Koch. Hier!

Dienstag, 10. März 2009

Tücken der Technik

Gleich und Gleich gesellt sich gern. Meistens! Aber nicht immer. Insbesondere, wenn es um Technik geht, helfen einheitliche Standards nur bedingt weiter.

Diese Erfahrung mache ich seit ein paar Tagen. Endlich ist unser neuer Apple-Rechner im Hause. Die Installation war kinderleicht. Der Rechner arbeitet schnell, das Betriebssystem präsentiert sich übersichtlich und weist etliche „Schmankerl“ auf. So verfügt Apples Leopard-System über eine Applikation namens „Time Machine“. Damit kann man im Handumdrehen Backups erstellen und (bei Bedarf) die Zeit zurückdrehen.

Aber was wäre ein Wunderwerk der Technik ohne seine Tücken? Einfach nur praktisch. Nur leider spielt das Leben nicht so. Man nehme ein aktuelles Smartphone mit Bluetooth-Schnittstelle. Man nehme einen aktuellen Rechner mit Bluetooth-Schnittstelle. Im Zusammenspiel müsste das einen reibungslosen Datentransfer garantieren. Dem ist aber leider nicht so.

Mit meinem alten Rechner geht mein Handy drahtlos gern eine innige Verbindung ein, nicht jedoch mit meinem neuen Mac. Hier bricht die Verbindung leider stets ab. Damit ist es leider auch nicht möglich, dass Smartphone als UMTS-Modem für den Rechner zu nutzen, wenn man einmal unterwegs auf das Internet zugreifen will.

Ein Anruf bei Apple brachte keine Lösung. Klar, man wäscht die Hände in Unschuld und verweist auf den Hersteller des Smartphones. Dort erklärt man, dass Bluetooth ein allgemeingültiger Standard sei und demnach das Zusammenspiel mit anderen Geräten klappen müsse. Man habe keine besondere Spezifikation verwendet bei der Softwareabstimmung.

Vor diesem Hintergrund lese ich die zahlreichen Zeitungsartikel zu den Produktneuheiten, die zur Cebit vorgestellt wurden, mit gemischten Gefühlen. Was nützen einem die tollsten Produkte, wenn ihre sinnvolle Nutzung an Kleinigkeiten scheitert?!

Ich habe unterdessen in den sauren „Apple“ gebissen und mir noch einen s. g. Surf-Stick bestellt. Grundsätzlich soll man damit – gleich ob mit einem Mac oder einem Windows-Rechner – unterwegs online gehen können. Und grundsätzlich soll der Stick auch ganz einfach zu installieren sein. Reinstecken und ab geht die Online-Post – so verspricht es der Hersteller. Grundsätzlich! Die Einträge in Internet-Foren spiegeln jedoch andere Erfahrungen wider. Ein paar Fluchattacken und Installationsvorgänge werde ich da wohl überstehen müssen, bis der Stick nach seiner Ankunft bei mir endlich reibungslos funktioniert.

Merke! Techniker sind geniale Menschen. Aber sie sind halt Menschen. Und so vergessen sie stets ein paar kleine Details. Das macht einem das Leben schwer, bringt einem andererseits aber auch die Erkenntnis, dass es keine Übermenschen neben einem gibt...

Sonntag, 22. Februar 2009

Apples Firewire-Salat

Was haben sich die Marketing-Experten von Apple bloß dabei gedacht? Bei den Rechnern der neuesten Generation hat man auf einen ganz wichtigen Anschluss verzichtet.

Der Firewire-Anschluss war über Jahre hinweg unabdingbare Voraussetzung für den Einsatz aller Apple-Rechner als Multimedia-Rechner. Lange bevor USB 2.0 ins Rampenlicht trat, hatte Apple den Firewire-Standard kreiert, um über diese serielle Schnittstelle einen schnellen Datenaustausch mit externen Peripherie-Geräten zu realisieren.

Über diesen Anschluss habe ich mir all die Jahre nie so richtig Gedanken gemacht. Er war in mein mittlerweile sieben Jahre altes iBook integriert. Und so konnte ich reibungslos Videomaterial von der DV-Cam auf den Rechner laden oder aber meinen iPod (ebenfalls mit den Jahren schon etwas ergraut) mit Musik bespielen.

Soweit, so gut! Doch das Leben eines Rechners, insbesondere seines Akkus, ist nicht unbegrenzt. Netzunabhängiges Arbeiten ist kaum mehr möglich und auch die kleine Festplatte kommt mit dem Datenaufkommen nicht mehr so recht klar.

Ein neuer Rechner muss also her. Man stellt sich das als Apple-Freak ja ganz leicht vor. Etwas Anderes als ein Apple kommt nicht infrage. Ich hatte mich schon fast für ein neues MacBook in chicer Alu-Verkleidung entschieden, als mir an der Seite des Ausstellungsstückes etwas auffiel. Der Firewire-Anschluss war nicht ausfindig zu machen. Der Verkäufer wollte beschwichtigen und meinte, den würde man doch im Zeitalter von USB 2.0 eh´ nicht mehr brauchen.

Prinzipiell hat er da ja recht. Nur, was macht man mit seiner DV-Cam? Verschrotten? Was macht man mit seinem iPod? Verschrotten?

Günstige Adapter für Apple-Rechner gibt es nicht. Denn – soviel habe ich mittlerweile gelernt – USB 2.0 ist nicht Firewire und lässt sich signaltechnisch auch nicht so einfach ummodeln.

Der Verkäufer hatte da eine schrecklich praktische Idee. Ich solle doch ein paar hundert Euro drauflegen und das MacBook Pro erwerben. Das hätte noch einen Firewire-Anschluss. „Da kaufe ich lieber so lange keinen neuen Apple-Rechner, bis auch mein iPod und meine DV-Cam ihren Geist aufgegeben haben“, war meine Antwort.

Und siehe da: Der Verkäufer hatte noch eine Lösung parat. Er verwies auf das brandneue Einsteiger-Gerät „MacBook white“. Das ist technisch nahezu identisch im Vergleich zu seinem in Alu gegossenen „Bruder“, kostet aber bei gleicher Konfiguration 200 Euro weniger. UND ES HAT EINEN FIREWIRE-Anschluss.

Natürlich muss man damit leben, dass dieses Gerät halt noch so aussieht, wie die MacBooks in den letzten Jahren ausgesehen haben und davor schon die iBooks. Es ist in schlichtem Weiß gehalten. Aber das muss ja kein Nachteil sein.

Eine Frage treibt mich unterdessen um: Ist es schlichte Unfähigkeit der Marketingverantwortlichen (Marketing = vom Markt her denken und handeln), den für viele Apple-User so wichtigen Anschluss nur noch im Einsteiger-Mac sowie im Highend-Gerät anzubieten? Der Plan, die Apple-User so in Richtung der teuren Produkte zu drängen oder sie wahlweise zum Austausch eines Großteils ihrer Peripherie-Geräte zu zwingen, dürfte kaum aufgehen und hat sich in meinem Fall auch nicht ausgezahlt. Gern habe ich mir ein paar hundert Euro gespart und das billigste Produkt aus der Palette herausgepickt.

Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass das „MacBook white“ wohl bald um eine wichtige Schnittstelle gekappt wird – den Firewire-Anschluss. Wer darauf nicht verzichten will oder kann, sollte also schnell zuschlagen.

Familie Koch

Düsseldorf

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