Sonntag, 26. Februar 2006

Tataa, Tataa, Tataa...

Unzählige "Fernsehsitzungen" aus Karnevalshochburgen künden vom Höhepunkt der fünften Jahreszeit, so zum Beispiel auch in Düsseldorf.

Das Aufwärm-Programm an Altweiber in der Firma war schon fast zur Überhitzung geeignet. Erst ging es in der Abteilung rund und später noch weiter in der ganz großen Runde und zwar in der Halle des Firmenfuhrparks auf Einladung des Betriebsrates - mit Buffett, Bier, Sekt & Co. bis zum Abwinken.

Alles schön und gut, aber auch irgendwie gut gekünstelt. Künstlich gut ist etwa bei einigen Herrschaften die Stimmung. Schon verwunderlich: Die, welche ansonsten zum Lachen in den Keller hinabsteigen, entdecken in den tollen Tagen ihre Lustigkeit. Diese Entdeckung teilen sie jedoch nicht zwingend mit ihren Zeitgenossen, die das in der Regel gar nicht so lustig finden.

Künstlich gut ist auch das Abfahren auf die karnevalistische Musikmischung. Musik, welche das ganze Jahr über als Schlager-Schmalz höchstens in Seniorenprogrammen zu finden ist, kommt zur fünften Jahreszeit auf die Plattenteller noch einer jeden Partygesellschaft. Und alle finden es auf einmal gut! Das muss an einem weiteren Phänomen liegen, welches man vor allem an Karneval beobachten kann: die Vorliebe zum Bier um 11:00 Uhr morgens. Man muss es sich nur lange genug einreden, dann schmeckt der Gerstensaft mit einmal auch schon als Frühstücksapperitif.

Aber das muss wohl so sein. Es gibt ja auch die echt (und nicht künstlich) guten Seiten der tollen Tage. So zum Beispiel in Düsseldorf die Veedelszüge, die Züge durch die Viertel, bei denen natürlich reichlich süße Sachen von den bunt geschmückten und liebevoll gestalteten Wagen geworfen werden. Für die Kinder ein Riesen-Spaß!

Und so machen wir uns heute auf, um Sohnemann bei der Jagd nach Bonbons (die dann hinterher bei uns das ganze Jahr herumliegen) behilflich zu sein.

Düsseldorf HELAU! HELAU! HELAU!

An Aschermittwoch ist dann alles vorbei. Nicht künstlich, sondern in ÄSCHT, wie der Düsseldorfer zu sagen pflegte..., um sich ab diesem Tag zum Lachen wieder in den Keller zu verziehen.

Hier geht´s zum Programm des Düsseldorfer Karnevals 2006!

Dienstag, 21. Februar 2006

Same procedure as every day

Heute Morgen ist mir mal wieder ein Phänomen auf dem Weg zur Arbeit aufgefallen, welches ich schon häufiger beobachten konnte.

Ich kam heute etwas später als sonst aus dem Haus. Und das Verrückte war: Obwohl ich spät dran war, begegnete ich etlichen Autos, denen ich sonst auch begegne. Eigentlich hätte ich denen gar nicht mehr begegnen können, denn - wie gesagt - ich war ja zu spät dran.

Angestrengtes Grübeln darüber hat mich auch nicht weitergebracht. Die Vermutung, ein für alle Zur-gleichen-Zeit-wie-ich-Losfahrer gleichermaßen blockierendens, übergeordnetes Ereignis habe die kollektive Verspätung erzeugt, kann nicht zur Erklärung des Phänomens erhalten.

Denn a) hätte ich für diesen Fall pünktlich loskommen müssen, um dann b) wie alle anderen von dem blockierenden Ereignis exakt in gleicher Intensität tangiert zu werden. Ich kam aber a) nicht pünktlich los und b) tat sich keine Blockade auf.

Einen Erklärungsansatz könnte die Statistik bieten. Man könnte sagen, dass alle Zur-gleichen-Zeit-Losfahrer mit einer bestimmten Verteilung um einen zeitlichen Mittelwert (mein beschränktes Statistik-Knowhow sagt mir, dass dies der zeitliche Meridian sein müsste) losfahren. Und so trifft man - je nach eigenem Losfahrzeitpunkt - auf unterschiedliche, aber immerhin aus dieser Grundgesamtheit der Zur-gleichen-Zeit-Losfahrer stammende Zeitgenossen.

Vielleicht liegt es auch am Biorhythmus? Oder vielleicht ließe sich sogar eine biorhythmisch-statistisch kombinierte Erklärung finden, frei nach dem Motto: Man trifft auf aus der Grundgesamtheit der Zur-gleichen-Zeit-Losfahrer mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Zeitgenossen, hinsichtlich derer eine möglichst hohe emotional-seelische, körperlich-physiologische oder geistig-intellektuelle Übereinstimmung gegeben ist. Die Ansätze ließen sich wie folgt durchdeklinieren.

Emotional-seelische Übereinstimmung - Die aktuelle Seelenlage überträgt sich in gleicher Weise auf den Gasfuss, wobei externe Determinanten wie etwa die Autoleistung nicht zu gravierend einwirken dürfen.

Körperlich-physiologische Übereinstimmung - Die körperliche Verfassung lässt einen in etwa zur gleichen Zeit aufwachen und den Tagesablauf zur gleichen Zeit starten.

Geistig-intellektuelle Übereinstimmung - Das geistige Interpretationswissens lässt einen die Verkehrssituationen in etwa in gleicher Weise erfassen mit den entsprechenden Reaktionen und Fahrverhaltensweisen.

In der Logik dieser Theorien und unter Anerkennung der Tatsache, dass die Rhythmus-Kurven nicht kongruent, sondern versetzt zu einander verlaufen, folgte daraus, dass die in den anderen Autos befindlichen Personen eine ziemliche Ähnlichkeit aufweisen müssten mit einem selber.

Dieser Gedanke erfüllt mich mit Unbehagen: Mit der adretten Dame im Peugeut-Cabrio könnte ich mir etwa eine Seelen-Verwandschaft ja noch vorstellen. Aber mit dem Kraus-Bart-Träger im Renault-Kastenwagen???

So lasse ich an dieser Stelle den Gedanken über logische Zusammenhänge des zeitgleich verspäteten Loskommens lieber fallen und beruhige mich mit der stereotypen Feststellung, dass es vielleicht nur eines war, was uns alle zu spät hat loskommen und doch zur gleichen Zeit auf der Straße hat treffen lassen:

DUMMER ZUFALL! Also immer schön locker und blogger bleiben...

Link zum Thema: http://www.biorhythmus-online.de

Donnerstag, 16. Februar 2006

DIE ZEIT muss man sich nehmen

Mit ihrer heutigen Ausgabe feiert eine der besten Zeitungen, vielleicht sogar die beste in Deutschland überhaupt, ihr 60-jähriges Bestehen. Als Blogger (und PR-Manager sowie Verlagskaufmann zugleich) muss man sich DIE ZEIT einfach nehmen und gratulieren.

Glückwunsch vom Rhein an die Elbe!

Der Erfolg der ZEIT beruht auf ihrer ZEITgemäßheit. Während sich andere Zeitungen mit einer Flut von Agenturmeldungen und Kurzkommentaren dem allgemeinen Stakkato des Internetzeitalters anzupassen versuchen, um dann doch gegen die Informationsplattformen des World-Wide-Web den Kürzeren zu ziehen, setzt DIE ZEIT als Autorenzeitung bewusst allwöchentlich Kontrapunkte.

Nie war es sinnvoller als gegenwärtig, nicht die Nachricht, sondern ihren Hintergrund zu durchleuchten. Wo die Gedankenflucht mangels Zeit die Oberflächlichkeit zum allseits akzeptierten Wissensstand kürt, ist DIE ZEIT mehr denn je gefordert, den tiefgründigeren Gedanken zu fördern.

Dies gelingt ihr, wie nicht zuletzt die steigenden Auflagenzahlen beweisen, sehr gut. Wo Autoren anderer Zeitungen die klugen Köpfe ihrer Leser mit zum Teil endlos langen, der Selbstliebe entsprungenen Sprachdribblings von hinten durch die Brust ins Auge zu umkurven versuchen, setzt DIE ZEIT Zeichen. Und zwar nach kompakten Sätzen. Unpolitisch meinungsbildend und nicht politisch meinungszementierend.

Allerdings könnte auf DIE ZEIT ein Werbespruch eben besagter Konkurrenz leicht abgewandelt gemünzt werden: DAHINTER STECKT IMMER EIN SCHLECHTES GEWISSEN!

Denn so sehr die Oberflächlichkeit der sonstigen Informationen nach Hintergründen und alternativen Betrachtungsweisen verlangt, so sehr bleibt der geneigte Leser seiner eigenen knappen Zeitachse verhaftet.

Die Möglichkeit, DIE ZEIT zu lesen, ist ein Luxus. Die Zeit für DIE ZEIT sollte man sich öfter nehmen.

Link zur ZEIT: http://www.zeit.de

Dienstag, 14. Februar 2006

Dabei sein ist alles!

Seit Samstag gilt wieder das olympische Motto: Dabei sein ist alles!

Der erste olympische Fernsehabend war direkt so ein "Knaller". Zur besten Fernsehzeit, abends um 20:30 Uhr, gab es Sport satt. Auf dem Programm stand ein "Gassenfeger" aller erster Güte, das Eishockey-Spiel der Vorrunde der Frauen zwischen Italien und Kanada. Wenn das man kein "Return-on-GEZ-investment" ist!

Und die Spannung geht weiter. Wir sehen Männer und Frauen in Leberwurst-Outfit durch eine Röhre aus Eis donnern, dazu kommen Sportler, denen wohl das Langlauf-Skifahren allein selbst zu langweilig erscheint. Deshalb sinken sie ab und an herab, um mit einem Gewehr auf Tonscheiben zu schießen. WAHNSINN, dieser Auswuchs an Spannung! Und die Interviews danach: geradezu Pulitzer-Preis verdächtig. Standard-Frage: "Was haben Sie empfunden bei Ihrem Sieg?", Standard-Antwort: "Es war riesig!"

Aber das besonders Schöne ist ja sowieso, dass wir endlich mal wieder Einblicke bekommen in eine längst vergessen geglaubte heile "Heidi"-Welt. Da sieht man nach der Siegerehrung per Direktschalte in eine bajuwarische Wohnstube, in der der gerade frisch gekührte Olympiasieger Jahre seiner glücklichen Kindheit verbracht hat. Und man ist im Innersten froh, dass er sich doch entschieden hat, im Schnee hernieder zu sinken und auf Tonscheiben zu zielen, denn auf die angestaubten Hirschgeweihe an der elterlichen Wohnzimmerwand.

Wie gut, dass wir bei alldem dabei sind. Denn dabei sein ist alles!

Zumindest für 14 Tage. Schliesslich haben wir vier lange Jahre gewartet.

Link zum Thema: http://www.sport1.de

Freitag, 10. Februar 2006

Nicht mehr auf Trap

Wer die Link-Liste auf der linken Seite aufmerksam studiert, wird vielleicht schon bemerkt haben, welches die Fußball-Vereine sind, denen unser Familien-Herz geschuldet ist (o. k., Mainz fehlt in dieser Liste - das ist der Verein meiner Frau).

Heute war nun wieder mal so ein ganz besonderer Tag im Leben eines Fußball-Fans, zumindest im Leben eines VfB-Fans.

Giovanni Trapattoni wurde als Trainer geschasst. Er hat zwar in dieser Saison erst 3 Mal in der Bundesliga verloren, aber eben auch 11 Mal Unentschieden gespielt. Das war wohl für verwöhnte Schwaben zuviel. Jetzt hat der "Maestro" fertig! Und der VfB hat auch sogleich einen neuen Übungsleiter parat: Armin Veh.

Den muss man nicht kennen. Sicher, er hat mal in Liga 1 Hansa Rostock trainiert. Lange ist´s her. Zuletzt war der Mann in Augsburg tätig. Bis vor etwas mehr als einem Jahr. Damals wurde er dort (in der 3. Liga) wegen Erfolglosigkeit gefeuert.

Oh VEH, das tut dem VfB-Herz weh. Im VfB-Web-Forum wird nun eifrig diskutiert. Es geht hoch her. Meine persönliche Meinung dazu: Der "Maestro" hätte sich nicht herablassen sollen, auf seine älteren Tage sich des VfBs anzunehmen. Das Management ist einfach zu unfähig. Die neue Saison wird stets erst geplant, wenn die Vor-Saison zu Ende ist. Dann werden die Leistungsträger verkauft und überstürzt für viel zu viel Geld neue Spieler geholt, die dann Eingewöhnungsschwierigkeiten haben.

Das erzeugt beim Fan Leidenschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Aber so wird Fußball auch nie langweilig. Meine Prognose für den weiteren Saison-Verlauf: Der VfB landet allenfalls auf Platz 6. Im Mittelfeld fehlt es einfach an der spielerischen Qualität und so hakt es dann auch im Angriff. Die Stürmer hängen in der Luft.

Diese Prognose zeigt aber auch, wie relativ das alles ist. Mein 2. Verein (siehe Link-Liste) würde sich über diese Platzierung sicher riesig freuen. Wäre sogar in der Regionalliga ein tolles Endergebnis.

DAS LEBEN IST SCHÖN!

Trotzdem, diesen Abgang hat Trap nicht verdient. Ihm danke ich an dieser Stelle für seinen Idealismus und den Willen, auch aus dem VfB etwas zu machen. Hoffentlich findet er noch eine weitere Station, um die Delle im Lebenslauf noch auszubügeln.

Hier geht´s zum VfB-Forum (ich bin übrigens LBK):
http://forum.stuttgarter-nachrichten.de

Link für Trapattoni: http://www.jobware.de

Dienstag, 7. Februar 2006

x 1,95583 = Horror!

Der Tick mit dem Umrechnen von Euro in Mark hatte sich bei mir eigentlich schon gelegt. Doch hin und wieder kommt es vor, dass mich die blanke Ohnmacht packt in Anbetracht mancher Preis-"Konditionen".

So geschehen aktuell in einem Postamt, welches mittlerweile "Deutsche Post Worldnet - Filiale" heisst und für den Paketversand unter "DHL" firmiert. Nach langem Anstehen bekam ich endlich den Preis für ein Päckchen genannt. Und irgendwie habe ich einfach so bezahlt.

Die Schockwelle schüttelte mich erst im Auto durch, als ich doch noch einmal alles in Mark umrechnete. SIEBEN Euro hatte ich für ein kleines Päckchen bezahlt. Das sind satte 13,69 DM!!!

Ich hatte zwar schon lange kein Päckchen mehr verschickt, aber an solche Mondpreise kann ich mich eigentlich nicht erinnern.

Zahlt man da etwa bei der "Deutsche Post Worldnet" die große weite Welt mit? Oder vielleicht die ein oder andere Ineffizienz. Denn es gibt da noch so ein Erlebnis mit dem gelben Riesen.

Meine Frau wollte kürzlich eine rank und schlank verpackte Baby-Wippe verschicken. Ging nicht! Die "Deutsche Post Worldnet" verschickt nur Kartons, alles andere ist "Sperrgut" - gleich ob nun sperrig oder nicht. Ergebnis: Ein Umzugskarton wurde kurzerhand zum Baby-Wippen-Transporter und das war (obwohl mit reichlich Luft verschickt) günstiger, als die rank-schlanke "Sperrgut"-Lösung.

Die Leute, die sich so etwas ausdenken, heissen jetzt wahrscheinlich nicht mehr Post-Ober-Amtmann sondern "Executive Product Director Parcel Services", aber das macht das Ergebnis nicht besser.

Teuro können natürlich auch andere. Zum Beispiel Parkhaus-Betreiber. Früher kostete die Stunde 2 Deutsche Mark, jetzt 1 Euro 80. Und dass, obwohl die Kassenwärter in ihren Glashäuschen verschwunden sind und durch Automaten ersetzt wurden.

Die Statistker, also die Typen, die man auf dem Schulhof eh´ stets gemieden hatte, winden sich natürlich wieder heraus. "Beispielhafte Untersuchungen im Abgleich von Warenkörben haben keine gravierende Preissteigerung dokumentiert," ist so eine examplarische Glasbaustein-Träger-Äußerung.

Wie erklärt man solchen Leuten blos, dass schon der Korb das Problem darstellt und dass sie es besser mal mit einem gefüllten Post-Paket versuchen sollten.

Link zum Thema: ZDF-Sendung Frontal 21 zum Teuro

Freitag, 3. Februar 2006

Darf Freiheit alles?

Seit ein paar Tagen kochen in vielen islamischen Ländern die Emotionen hoch. Die Vorlage dafür lieferte die dänische Zeitung „Jyllands Posten“, die in einer Cartoon-Serie den Propheten Mohammed als Fanatiker und Terroristen karikierte. Zeitungen anderer Länder Europas zogen nach und veröffentlichten ebenfalls die Karikaturen, was das Aufbegehren in mittel- und fernöstlichen Ländern noch weiter schürte. Denn nach islamischer Lehre habe niemand das Recht, Mohammed ungesühnt bildlich darzustellen und gar noch der Lächerlichkeit preiszugeben.

Das Thema muss ich an dieser Stelle schon aus beruflichen Gründen (als PR-Manager) aufgreifen. Im Kern geht es in der Diskussion wohl um die Frage: Darf (Meinungs-)freiheit alles? Viele Kommentatoren befürworten dies mit Verweis auf gewünschte Meinungsvielfalt, freie Meinungsäußerung und ungehinderte Meinungsbildung. Hier dürfe keine Zensur eingreifen. Tenor: Freie Gesellschaften müssen Meinungen akzeptieren können. Ist es wirklich so einfach?

Meinungsvielfalt und freie Meinungsbildung entstehen durch Toleranz, Toleranz gegenüber den Andersdenkenden. Toleranz wiederum bedingt Respekt. Wer aber die Gefühle Andersdenkender verletzt, entzieht der Toleranz die Grundlage. Aus diesem Grund ist etwa – zu recht – die Leugnung des Holocaustes verboten und unter Strafe gestellt.

Symphatisieren mag man mit den Karikaturisten, weil es vor allem Regime aus unfreien Gesellschaften sind, die ihre propagandistischen „Kampftruppen“ jetzt in Stellung bringen und die Beschwerde führen. Dieser Umstand darf jedoch nicht davon ablenken, dass sich auch viele in Europa lebende und die demokratischen Grundregeln akzeptierende Gläubige des Islam in Anbetracht der Karrikaturen verletzt fühlen.

Die heftigen Reaktionen zeigen, dass die Grenze zur Respektlosigkeit durch die Art der Karikatur wohl eindeutig überschritten wurde. Im Sinne eines respektvollen Miteinanders sollten weitere Veröffentlichungen unterbleiben.

Warum nicht ersatzweise einen der Staatsführer karikieren, die in ihrem Land keine Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen praktizieren und sich nun aber legitimiert fühlen, als Anwalt der Gerechtigkeit aufzutreten?

Stoff für weitere Cartoons gäbe es genug.

Link zum Thema (Informationen über den Propheten Mohammed): http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad

Dienstag, 31. Januar 2006

Entscheidungszwänge

Gestern haben wir im Zweiten (ZDF) einen bemerkenswerten Film gesehen. Es ging um einen kleinen Jungen, der auf eine Herztransplantation wartet. Seine Eltern zerbrechen an der Frage, ob ein aus "dunklen Kanälen" gekauftes Organ (welches womöglich durch einen Mord an einem Straßenkind Osteuropas "gewonnen" wurde) ihrem Sohn helfen dürfe. Was nach einer ziemlich Klischee überladenen Story klingt, entpuppte sich als packendes Melodram, welches die "WIE WÜRDEN WIR ENTSCHEIDEN"-Frage unwillkürlich aufwarf. In der anschließenden Diskussion haben meine Frau und ich keine Antwort gefunden. Die Frage würde uns also mindestens genauso beschäftigen, hoffentlich nicht zerreißen. Denn zu einem klaren Pro oder Contra konnten wir uns beide nicht durchringen.

Das heute journal nahm den thematischen Faden gekonnt auf und das war an dieser Stelle auch angebracht. Die Lösung könnten mehr Organspenden sein. Seriöse Spenden könnten den illegalen Markt überflüssig machen.

Zumindest mein Gewissen hat dies etwas erleichtert, denn immerhin hatte ich mich schon vor geraumer Zeit zum Ausfüllen eines Organspender-Ausweises durchgerungen. Denn ich würde im Krankheitsfall auch darauf hoffen, möglichst schnell ein Spender-Organ bekommen zu können.

Über meinen Körper muss ich allerdings wohl noch ein wenig nachdenken. Denn bislang habe ich die Organspende auf Leber, Niere und Herz beschränkt. Welche weiteren Organe sollte ich in den "Tauschhandel" einbeziehen? Was würde ich eingepflanzt bekommen wollen, das ich zugleich auch bereit wäre von mir abzugeben? Eine sehr schwierige Fragestellung!

Nur in Bezug auf meine Blase habe ich schon einigermaßen Klarheit. Die ist so schwach, die würde ich keinem anderen zumuten wollen...

Link zum Thema und Nachdenken: http://www.organspende.de

Familie Koch

Düsseldorf

Koch-Blog Grußwort

Schön, dass Du diese Seite besuchst! Hier findest Du Gedanken und Erlebnisse der Kochs aus Düsseldorf. Wir sind Vater, Mutter + 2 Jungs und berichten über den ganz alltäglichen Wahnsinn. Viel Spaß beim Lesen und Mitbloggen...

Koch-News on Twitter

Koch-Blog aktuell

E10
Landauf, landab wird über den neuen Sprit der Sorte...
dmkoch - 13. Mär, 12:40
RP plus
Die Intensität der Einträge dieses Blogs hat in letzter...
dmkoch - 29. Jan, 18:38
Beschränkte BILD
Na, da hat sich der Springer-Verlag ja etwas „Feines“...
dmkoch - 9. Dez, 09:38
iPad
Seit ein paar Tagen bereichert ein weiteres Gadget...
dmkoch - 6. Dez, 13:42

Suche im Koch-Blog

 

Credits


xml version of this page

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Koch-Blog Status

Online seit 7231 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 28. Jun, 09:32

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren