Eine Bahnfahrt über Köln!
Das hat sich die Deutsche Bahn ja gut ausgedacht. Seit 2002 verbindet eine Hochgeschwindigkeits-ICE-Verbindung das Ruhrgebiet über Köln mit Frankfurt. Das Problem - nicht nur für einen Düsseldorfer, sondern für alle Reisenden - besteht in dem Zusatz "über Köln", wie meine heutige Bahnfahrt wieder einmal eindrucksvoll bestätigte.
Zwischen Köln und Frankfurt fährt der Zug so schnell, dass einem schon fast schummrig werden kann und zwar mit bis zu 290 Sachen. Dafür wurde auch eine Menge investiert. Es wurde an Krötentunnel ebenso gedacht, wie an zusätzliche Lärmschutzwände (natürlich an den Streckenabschnitten, die eigentlich durch die parallel laufende BAB 3 schon Lärm gewöhnt sein sollten).
Doch in Köln und um Köln herum ist der Spaß schnell vorbei. Es geht nur im Schleichtempo voran. Das verschlingt fast 25 Minuten. Aber als Düsseldorfer gibt man sich tolerant. Auch Kölner müssen halt mal ´raus in die große weite Welt.
Immerhin bietet einem so eine Schneckenfahrt entlang Kölner Hinterhöfe ungefilterte Einblicke ins "wahre" Leben. Da war zum Beispiel heute eine männliche Kreatur, welche mit zersauster Frisur und Kurzarm-T-Shirt bei 8 Grand gelangweilt an einer nicht gerade schmucken Balkonbrüstung eines 15. Stockwerkhauses in der 14. Etage lehnte. Auch eine Variante, "erfrischende" Ausblicke zu gewinnen! Ob der Betrachter sich jedoch an den im ICE vorbeischleichenden Business-Heuschrecken-oder-sonstwie-Lackaffen erfreuen konnte oder wollte? Man wird es wohl nie erfahren.
Nicht minder mysteriös muteten zwei Männer an, die direkt an den Gleisen an einem kleinen Pfad in einem zugemüllten Gebüsch im Regen standen und scheinbar auf irgendjemanden fast völlig regungslos warteten. So finster dreinschauend, als sollte gleich noch ein Dritter mit einer Leiche im Müllsack vorbeikommen, die es dann (natürlich ganz geheim) gemeinsam zu vergraben gelte.
Aber vielleicht wollten auch diese sehr dunkel dreinschauenden Figuren einfach nur frische Luft schnappen. Einfach so, am Nachmittag, im Regen, an den Gleisen, im zugemüllten Gebüsch, auf einem verschlammten Pfad, gegen 16:30 Uhr. Was liegt näher? Wie gesagt: Einfach mal den im ICE vorbeischleichenden Business-Heuschrecken-oder-sonstwie-Lackaffen hinterherschauen.
Wahres Leben ist eben relativ! Um das zu entdecken muss man blos mit der Bahn "über Köln" fahren.
Zwischen Köln und Frankfurt fährt der Zug so schnell, dass einem schon fast schummrig werden kann und zwar mit bis zu 290 Sachen. Dafür wurde auch eine Menge investiert. Es wurde an Krötentunnel ebenso gedacht, wie an zusätzliche Lärmschutzwände (natürlich an den Streckenabschnitten, die eigentlich durch die parallel laufende BAB 3 schon Lärm gewöhnt sein sollten).
Doch in Köln und um Köln herum ist der Spaß schnell vorbei. Es geht nur im Schleichtempo voran. Das verschlingt fast 25 Minuten. Aber als Düsseldorfer gibt man sich tolerant. Auch Kölner müssen halt mal ´raus in die große weite Welt.
Immerhin bietet einem so eine Schneckenfahrt entlang Kölner Hinterhöfe ungefilterte Einblicke ins "wahre" Leben. Da war zum Beispiel heute eine männliche Kreatur, welche mit zersauster Frisur und Kurzarm-T-Shirt bei 8 Grand gelangweilt an einer nicht gerade schmucken Balkonbrüstung eines 15. Stockwerkhauses in der 14. Etage lehnte. Auch eine Variante, "erfrischende" Ausblicke zu gewinnen! Ob der Betrachter sich jedoch an den im ICE vorbeischleichenden Business-Heuschrecken-oder-sonstwie-Lackaffen erfreuen konnte oder wollte? Man wird es wohl nie erfahren.
Nicht minder mysteriös muteten zwei Männer an, die direkt an den Gleisen an einem kleinen Pfad in einem zugemüllten Gebüsch im Regen standen und scheinbar auf irgendjemanden fast völlig regungslos warteten. So finster dreinschauend, als sollte gleich noch ein Dritter mit einer Leiche im Müllsack vorbeikommen, die es dann (natürlich ganz geheim) gemeinsam zu vergraben gelte.
Aber vielleicht wollten auch diese sehr dunkel dreinschauenden Figuren einfach nur frische Luft schnappen. Einfach so, am Nachmittag, im Regen, an den Gleisen, im zugemüllten Gebüsch, auf einem verschlammten Pfad, gegen 16:30 Uhr. Was liegt näher? Wie gesagt: Einfach mal den im ICE vorbeischleichenden Business-Heuschrecken-oder-sonstwie-Lackaffen hinterherschauen.
Wahres Leben ist eben relativ! Um das zu entdecken muss man blos mit der Bahn "über Köln" fahren.
dmkoch - 4. Apr, 21:21