Sonntag, 4. Juni 2006

Unsere Ersatz-WM

Leider zählen meine Frau und ich zu den vielen Fußball-Fans, denen es nicht gelungen ist, WM-Karten zu bekommen. Allerdings haben wir das Pfingst-Wochenende mit einem "WM-Programm für Arme" begonnen. Denn über den Fußballverband Niederrhein konnten wir noch Karten für das letzte Testspiel der deutschen Mannschaft gegen Kolumbien ergattern.

Der Besuch des Spiels in Gladbach hat sich bekanntermaßen gelohnt. Nach dem 3:0 sind wir guten Glaubens, dass sich Deutschland bei der WM im eigenen Land zumindest nicht blamieren wird, wenngleich das junge Team wohl erst in gut zwei Jahren den Zenit seiner Leistungskraft erreicht haben dürfte.

Im Nachhinein waren wir sogar glücklich, dass wir "nur" für das Testspiel mit deutscher Beteiligung und nicht für ein WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung Karten bekommen hatten. Denn man fiebert doch ganz anders mit, wenn das eigene Team auf dem Rasen steht.

Die Stimmung in Gladbach war super und im Gegensatz zur Bundesliga ging es dank vieler Frauen und Kinder auf den Rängen deutlich gesitteter zu.

Ein WM-Tip von uns? Meine Frau und ich tippen darauf, dass die deutsche Mannschaft das Viertelfinale erreicht. Wenn das Logische passiert, dann wird wohl wieder Brasilien Weltmeister. Hoch schätzen wir auch Argentinien und Italien ein. Aber wie gut, dass gerade im Sport nicht alles logisch kalkulierbar ist. Wer hätte denn gedacht, dass Griechenland Europameister werden würde oder dass die Türkei bei der letzten WM Dritter und wir Zweiter werden würden?

Auf jeden Fall haben wir richtig Lust auf die WM. Und ich muss meine Frau mal außerordentlich loben. Selbst die Ersatzspieler konnte sie beim Warmlaufen sofort namentlich zuordnen und wusste sogar, bei welchem Verein sie spielen.

Bis zum Start der WM ist unterdessen noch Abwechslung angesagt. Morgen hat Sohnemann Geburtstag. Er wird vier und wir altern irgendwie gedanklich mit - WAHNSINN, wie schnell die Zeit vergeht.

Gleich werden wir noch nach Krefeld-Linn aufbrechen. Dort steht der Flachsmarkt an, ein Markt mit Handwerkskunst der unterschiedlichsten Art.

Allen Freunden, Bekannten und natürlich der Familie wünschen wir noch FROHE PFINGSTEN. Allen Bloggern natürlich auch...

Montag, 29. Mai 2006

"Rhabarberabar..." -Forums-Fundstück

Zum Anfang der Woche als Start-Lacher mal ein "Fundstück" aus dem VfB-Forum. Nachdem die Trainer-Diskussion auch nach der Entlassung von G. Trappatoni nicht abebben will, hat sich Sportsfreund und Mitdiskutant "Antares" bemüht, für etwas Ablenkung zu sorgen (ich bin im Forum übrigens LBK):

In einem kleinen Dorf wohnte einst ein Mädchen mit dem Namen Barbara. Barbara war in der ganzen Gegend für Ihren ausgezeichneten Rhabarberkuchen bekannt. Weil jeder so gerne Barbara's Rhabarberkuchen aß, nannte man sie Rhabarberbarbara. Rhabarberbarbara merkte bald, dass sie mit ihrem Rhabarberkuchen Geld verdienen könnte. Daher eröffnete sie eine Bar: Die Rhabarberbarbarabar. Natürlich gab es in der Rhabarberbarbarabar bald Stammkunden. Die bekanntesten unter Ihnen, drei Barbaren, kamen so oft in die Rhabarberbarbarabar um von Rhabarberbarbaras Rhabarberkuchen zu essen, dass man sie kurz die Rhabarberbarbarabarbarbaren nannte. Die Rhabarberbarbarabarbarbaren hatten wunderschöne dichte Bärte. Wenn die Rhabarberbarbarabarbarbaren ihren Rhabarberbarbarabarbarbarenbart pflegten gingen sie zum Barbier. Der einzige Barbier der einen Rhabarberbarbarabarbarbarenbart bearbeiten konnte wollte das natürlich betonen und nannte sich Rhabarberbarbarabarbarbarenbartbarbier. Nach dem Stutzen des Rhabarberbarbarabarbarbarenbarts geht der Rhabarberbarbarabarbarbarenbartbarbier meist mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren in die Rhabarberbarbarabar um mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren von Rhabarberbarbaras herrlichem Rhabarberkuchen zu essen.

Mittwoch, 24. Mai 2006

Wie die Tage so vergehen...

Die letzten Tage sind irgendwie ziemlich schnell vergangen. Beruflich war "Text"-Arbeit angesagt. Für drei meiner Veranstaltungsprojekte, welche ich pr-technisch betreue, galt es so genannte Editorials auszugestalten. Das sind mehrseitige Texte, die quasi einen Ausblick auf die Messe-Events geben und die in den folgenden Monaten in der Fachpresse lanciert werden sollen.

Wenn man solche Texte nicht zu werblich ausgestaltet, hat man gute Chancen, dass die Fachzeitschriften sie auch (zumindest in Teilen) übernehmen. Denn Messevorberichte erfordern ansonsten viel Kleinarbeit in der Recherche.

Gleichzeitig habe ich mit den Planungen für Pressegespräche im In- und Ausland zu eben den von mir betreuten Messeprojekten begonnen. Konkret geht es im August und September nach Helsinki, nach Zürich, nach Amsterdam, Berlin, Hamburg und München. Das wird stressig, aber sicher auch sehr abwechslungsreich.

Gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher im Congress Center Düsseldorf. Konkret ging es in einer Podiumsdiskussion um die Frage, inwieweit Medien die Wirklichkeit abbilden oder eine "eigene" Wirklichkeit kreieren.

Nun, neue Erkenntnisse hat die Diskussion eigentlich keine gebracht. Alle haben auf die BILD-Zeitung eingeprügelt, wobei ausgerechnet einer der Verantwortlichen des kritischen BILD-Blogs , Chistoph Schultheis, durch Sachlichkeit positiv herausragte.

Meine Meinung zu dem Thema: Wer bei einer Begebenheit nicht anwesend ist, muss die Wirklichkeit der Begebenheit als so gegeben hinnehmen, wie sie von den Medien weitervermittelt wird. Dass Überspitzungen zum Geschäft gehören, das kalkuliert man als Leser allerdings auch mit ein.

Problematischer finde ich da schon das so genannte "Weiterdrehen" von Stories durch Medien, die sich an eine Kampagne der BILD dranhängen. Dieses "Weiterdrehen" bedeutet nämlich oft erst eine Verdrehung der Tatsachen, weil ja unbedingt die Fortführung einer Information, die ihren Ursprung in einem anderen Medium hatte, im eigenen Medium auch eine "Neuigkeit" enthalten muss.

Was hilft, ist der praktische Vorsatz, Ohren und Augen nach möglichst vielen Seiten, Quellen und Informationen offen zu halten, um sich ein eigenes Bild von der Zeitungsmeldung zu verschaffen.

Die Summe der Infos sollte im Zeitverlauf dann das realistische Abbild der Wirklichkeit zu bilden helfen.

Mittwoch, 17. Mai 2006

Klasse(n)treffen

Aktuell komme ich wegen Arbeitsstress erst immer mit ein paar Tagen Nachlauf dazu, Erwähnenswertes aus dem Leben der Familie Koch zu berichten. So muss ich heute doch kurz noch auf mein Klassentreffen von vergangenen Samstag eingehen.

15 Jahre ist es nun her, dass ich am Gymnasium Hochdahl (Erkrath) Abitur gemacht habe. Bis auf meinen besten Freund, welcher jetzt in Berlin arbeitet, habe ich ansonsten die ehemaligen Weggefährten aus dem Auge verloren. Umso erfreuter nutzt man dann die sich ergebenen Möglichkeiten, alle einmal wieder zu sehen. Schon das 10-Jahres-Treffen war diesbezüglich eine spannende Angelegenheit. Sind die Überflieger von einst auch heute noch auf der Karrierespur ganz nach oben? Oder haben Andere womöglich erst nach ihrer Schullaufbahn den Turbo gestartet? Wer entwickelt sich zum Familienmenschen? Wer zum Solisten?

Alles packende Fragen, deren genaue Beantwortung vor fünf Jahren noch nicht abschließend möglich war. Zu viele waren noch im Studium, in Volontariaten, Praktika etc. (...).

Das Treffen am Samstag bot da schon eine realistischere Betrachtungsmöglichkeit. Vorab sei bemerkt: Alle sind irgendwie ruhiger geworden. Man wird halt alt. Wurde vor fünf Jahren noch auf „Clubbing“ gemacht und abgetanzt, gab´s jetzt eher Smalltalk aus der Rubrik „Was machst Du denn jetzt?“ und „Wie viele Kinder sind Deine?“ oder übersetzt „Dein Haus? Dein Auto? Dein Boot? Dein Kegel?”. Und in der Tat gab es Überraschungen in jedweder Beziehung – vom arbeitslosen Architekten bis hin zum durch die Welt fliegenden Big-Boss, vom Pauker bis hin zum Trompeter (im Ernst!). Presse-„Fuzzis“ sind von 110 nur 2 geworden, wobei ich eingestehen muss, dass meine Kollegin es auf der anderen Seite des Schreibtisches (also auf Redaktions- und nicht Unternehmensseite) zu richtig viel gebracht hat. Sie arbeitet jetzt als Redakteurin für die Agentur AP in New York, war vorher bei der New York Times. Gratulation!

Viele sind in der Region Düsseldorf geblieben und wer weg gegangen ist, den hat es in der Regel richtig weit weg verschlagen. Und bei manch´ einem Schulfreund haben sich Vorurteile sogar interessanter Weise ins Gegenteil verkehrt. Wer einst mit Physikbaukästen hantierte, vermarktet nun wider jeder Erwartung Werbefotos. Wer von einer Tierarztpraxis träumte, geht jetzt der Psychologie von Verbrauchern auf den Grund. Und wen man eigentlich als angehende Paukerin auf dem Zettel hatte, kümmert sich jetzt um den Vertrieb von noppen-behafteten Taschenmessern. Schöne Überraschungen!

Eher unspektakulär nehmen sich da die Ergebnisse der Familienforschung von Samstagabend aus. Bei den Frauen tickt halt die biologische Uhr (bei Männern auch, aber vorerst für die Nachkommenplanung mit nicht so dramatischen Folgen). Viele haben mittlerweile ein Kind, wenige zwei oder gar drei. Die Nachkommastelle nach der 1 scheint also dem bundesdeutschen Durchschnitt zu entsprechen. Kein Wunder übrigens, dass die „Versammlung“ sich nach Mitternacht diesmal spürbar schneller auflöste als noch vor 5 Jahren. Babysitter warten halt ungern "bis in die Puppen" auf ihre Ablösung.

Was bleibt, ist die Frage nach der zu erwartenden Entwicklung bis hin zum nächsten Treffen? Werden dann das Haus, das Auto, das Boot in Folge von Scheidung verkauft oder zerteilt worden sein? Erfüllt sich die Verbraucherpsychologin doch noch ihren Traum von der Tierarztpraxis? Wird die Trompeterin zur Paukerin (an einer Musikschule)? Wandert der Big-Boss unter Korruptionsverdacht in den Knast, welcher vom einst arbeitslosen Architekten auf´s Reissbrett gezeichnet wurde? Und vor allem: Wird der eine Presse-Fuzzi jemals mit einer seiner Pressemeldungen bei seiner weltgewandten Kollegin in New York auf dem Agentur-Ticker landen können?

Bleiben Sie dran! Ich bleib´s auch...(Antworten in diesem Blog in frühestens 5 Jahren)

Hier geht´s zum Gymnasium Hochdahl!

Hier geht´s zu den Ehemaligen des Gymnasiums Hochdahl!

Sonntag, 14. Mai 2006

Gerupfter Kranich - schöner Tag

Erst heute komme ich dazu, meine Erfahrungen mit Deutschlands marktführender Fluglinie (der Lufthansa) von Freitag zu schildern. In Sachen Service haben die sich mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert.

Es sollte um 08:20 Uhr nach Hamburg gehen. Glückerlicherweise traf ich gegen 07:00 Uhr sehr früh am Flughafen ein. Ich war wohl aus dem Bett gefallen. Und ich fiel auch noch aus allen Wolken. Mein Flug war storniert worden. Glück im Unglück: Die Maschine um 07:15 Uhr war noch am Gate. So wurde ich kurzerhand umgebucht.

Im Flugzeug sitzend, bekam ich dann eine Diskussion mit, die Lufthansa streiche den 08:20 Uhr-Flieger häufiger mal, wenn er nicht voll genug sei. Auch der Herr neben mir war gerade noch in den früheren Flieger gerutscht. Er war extra früher zum Flughafen gefahren, um für den Fall der Stornierung gewappnet zu sein. Sieht so guter Service aus? Dem Reisenden einen prallen Flugplan vorzugaukeln, um ihn ja nicht an die Konkurrenz zu verlieren (dba fliegt neuerdings auch von DUS nach Hamburg)?!

Nachdem jetzt gerichtlich-amtlich festgestellt wurde, dass Flugmeilen nicht dem Reisenden gehören, sondern seinem Auftraggeber für den Flug (Firma), dürfte es der Lufthansa schwerfallen, mit einem solchen Serviceverhalten ihre Kunden noch länger an sich zu binden.

Schlimmer wurde es am Freitag auch dadurch, dass man am Gate noch gut 15 Minuten wartete, um noch weitere Gäste aus der stornierten Maschine mitzunehmen. So entstand eine Situation, die kaum einem richtig in den Kram passte. Ein Teil kam zu spät in Hamburg an. Ein weiterer Teil (die glücklichen Umbucher) kamen viel zu früh in Hamburg an. Und der letzte Teil wird gar nicht mehr am Freitag nach Hamburg gekommen sein. That´s life, that´s Lufthansa.

Mein Tag verlief übrigens noch richtig gut, was die Lufthansa so allerdings nicht kalkuliert haben dürfte. Ich hatte vor einem Treffen des Pressesprecherverbandes (Fachgruppe Gesundheit) im neuen Klinikum Barmbek noch genügend Zeit für einen Taxi-Trip an die Alster. Erst nahm ich ein Sonnenbad bei Bodo´s-Bootssteg, bevor ich dann ein ausgedehntes Kaffee-Frühstück in HH-Pöseldorf genoss. Lufthansa ist eben dann wohl doch, was man daraus macht.

Donnerstag, 11. Mai 2006

Futter für Leser

Lieber Blog-Leser,
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Solltest Du noch kein Reader-Programm auf Deinem Rechner haben, dann versuche es doch mal mit dem (kostenlosen) von Feedreader. Downloads gibt´s sowohl für Windows- sowie für Mac-Rechner.

Viel Spaß beim Bloggen und Lesen! (Immer schön blogger bleiben...)

Dienstag, 9. Mai 2006

Gut gemeint, aber gut gemacht?!

Quer durch die Reihen unserer Freunde, Verwandten, Bekannten, Kollegen...wird das Thema Elterngeld eifrig diskutiert. Vom 1.1.2007 an soll der Elternteil, der zugunsten der Kindererziehung in die Elternzeit geht, für 12 Monate 67 Prozent seines letzten Nettogehaltes beziehen, maximal jedoch 1.800 Euro pro Monat.

Obwohl es hier um richtig viel Geld geht, die der ansonsten eher „geldgierige“ Staat bereit ist zu investieren, fällt die Meinung unseres „Dunstkreises“ einhellig aus, nämlich überwiegend ablehnend. Ich erlaube mir an dieser Stelle zusammenzufassen:

Der Staat hat erkannt, dass Familien enorme finanzielle Belastungen zu stemmen haben. Er meint es also offenbar nur gut, wenn er das Füllhorn über den Geburtenträgern unseres Nachwuchses gedenkt auszuschütten. Dem liegt jedoch die Fehleinschätzung zugrunde, dass Familien in der Startphase des Kinderglückes einer besonderen Belastung ausgesetzt sind. Das mag zwar stimmen, jedoch ist es einhellige Meinung vieler Betroffener, dass die finanzielle Belastung im Verlaufe des weiteren Kinderlebens in jedem Fall noch viel stärker zunimmt. Demnach seien sogar die in der Elternzeit geduldeten finanziellen Einbußen noch verhältnismäßig überschau- und verkraftbar. Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass schon jetzt wirklich bedürftige Eltern diverse Fördermöglichkeiten nutzen können (Erziehungsgeld, Wohnbeihilfen,...).

Diejenigen also, die von der neuen Lösung am meisten profitieren, zum Beispiel Jung-Akademiker mit gut dotierten Vollzeitjobs, wollen offenbar jedenfalls nicht vom Zubrot des Staates ihre Kinderentscheidung abhängig machen. Vielmehr – und das haben durch die Bank alle aus dem „Dunstkreis“ geäußert – sei die Frage nach den Möglichkeiten des beruflichen Wiedereinstieges viel relevanter.

Noch immer ist es in vielen Stadtteilen in Düsseldorf oder auch den umliegenden Städten schier unmöglich, einen Kita-Platz zu bekommen. Von den nicht vorhandenen Möglichkeiten einer Betreuung 0 – 3jähriger Kinder soll gar nicht erst berichtet werden. Und selbst, wer sein Kind in einer Kita untergebracht bekommt, hat böse Klippen zu umschiffen. Manche Kitas machen sechs Wochen im Jahr urlaubsbedingt dicht, kaum einer kann jedoch immer exakt in dieser Zeit ebenfalls seinen Job ruhen lassen. Auch erweist sich die Einschulung in vielen Fällen als böse Falle. Denn der Ausbau von Ganztagsschulen kommt nur schleppend voran. Vielfach mißbrauchen die Schulen Fördergelder und stecken es lieber in die Gebäudesanierung, wie es ein Zeitungsartikel in der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post offenbart. Viele arbeitswillige Eltern müssen es demnach als gesichert betrachten, dass sie es sein werden, die sich um ihren nach der vierten Stunde gegen 11:30 Uhr nachhause kommenden Nachwuchs kümmern müssen.

Ob dieser vielen Hindernisse erscheint es eher unwahrscheinlich, dass in Deutschland jetzt auf der Grundlage des neuen Elterngeldes ein wahrer Geburtenboom ausbricht. Auf die direkte staatliche Geldzuwendung würden viele wohl gern verzichten, würden ihnen die Rahmenbedingungen das selbstständige Erarbeiten des Geldes ermöglichen.

Dieses Argument zielt übrigens auch auf die Arbeitgeber. Die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust oder einer schwierigen Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber bezüglich der Wiedereingliederung in den Beruf (z. B. als Teilzeitkraft) lässt viele Arbeitnehmer den Kinderwunsch zurückstellen. Auch dürften viele Väter, an deren Erziehungsanstand derzeit intensiv appelliert wird, aus Angst vor versteckter Diskriminierung und Benachteiligung auf dem weiteren Karriereweg auf den eigenen Elternzeit-Anspruch mit Möglichkeit der verlängerten Elterngeld-Zahlung verzichten. Es könnte sie am Ende teuer zu stehen kommen.

Fazit! Der Weg zu einer kinderfreundlicheren Gesellschaft ist ein sehr langer. Der vorübergehende warme Geldregen in der Elternzeit ist da nur ein schwacher Trost. Und man darf leider auch gespannt sein, wann der erste Politiker entdeckt, welch´ hohen Posten diese Subvention im Haushalt ausmacht. Die Folgen aus so einer Entdeckung kennen wir schon. Die Eigenheimzulage und das Baukindergeld, einst auch wichtige Instrumente der Familienförderung, lassen grüßen...

Wohl dem, der es trotzdem wagt!

Donnerstag, 4. Mai 2006

Deutschlandlied - voll krass!

Mit unseren Abgeordneten in Berlin ist das ja so eine Sache. Viele gibt es, von denen hört man nie etwas. Sie sitzen in unserem schönen Parlament. Sehr viel öfter sitzen sie jedoch gar nicht darin, sondern in irgendwelchen gut dotierten Aufsichts- oder Verwaltungsräten. Der Diäten-Transfer läuft derweil geräuschlos und ein paar Jahre später auch der Pensionsverkehr für verdiente Jahre im Parlament (zumindest für die theoretisch darin verbrachte Zeit).

Es gibt da allerdings auch noch solche Zeitgenossen, die ab und an offenbar den Eindruck erzeugen wollen, dass es sie tatsächlich noch gibt und dass sie sich Gedanken machen zum Wohle des Volkes. Herr Ströbele ist so einer. Und er fühlt sich offenbar berufen, dem gesunden Volksempfinden etwas entgegenzusetzen. So forderte er in dieser Woche, das Deutschland-Lied zwecks besserer Integration um eine türkische Variante zu ergänzen.

Na klar, Herr Ströbele. Sie haben offenbar in Sachen Integration gar nichts dazugelernt. Wir sollen also Verrenkungen um unsere Hymne veranstalten, damit sie Andere verstehen?

Wer in unserem Land längerfristig leben will, der sollte sich mit unserer Sprache ein wenig auseinandersetzen. Dann klappt´s auch mit der Hymne. Und wer dazu nicht bereit ist, der wird unser Deutschlandlied wohl kaum verstehen wollen.

Da bestimmte Mitbürger womöglich weder mit einer deutschen noch einer türkischen Version etwas anfangen können, hat sich die TAGESZEITUNG aus Berlin der Sache angenommen und eine dritte Fassung kreiert:

Hey Einischkeit, voll Recht, krass Freiheit!

Für das Deutsch-Türkische - hey, Alter-Land!

Hast du voll Glück, du Spast!

Hey, da guckst du, Affe!

Isch bin dein Bruder, hey! Mit Herz und krass gib Hand!

Hey Einischkeit, voll Recht, krass Freiheit!

Hast du voll Glück, hey! Und fett Flaschenpfand!

Krass, dir blüht Krankenhaus-Glanz, isch schwör!

Blühe, deutsch-türkisches, hey, Alter-Land.

Türkiye, Türkiye über alles

Über alles - echt voll krass!


(Hier geht´s lang zur TAZ!)

Super! Wäre das Problem mit der Hymne also auch gelöst. Fragt sich nur noch, ob wir jemals Herrn Ströbele in unsere Gesellschaft integriert bekommen...

Familie Koch

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