Samstag, 8. Juli 2006

Linke Tasche, rechte Tasche

Der Titel dieses Blog-Postings beschreibt, wie es in unserem Staat so zugeht. Soll heissen, was der Staat dem Bürger gibt, wird ihm andererseits auch wieder genommen.

Wir freuten uns beispielsweise, als wir davon hörten, dass Ausgaben für Kinderbetreuung zukünftig absetzbar von der Steuer sein sollen. Klasse, dachten wir, zu schön, um wahr zu sein. Die Rechnung wurde uns jetzt am Freitag (passend zum Wochenende) von der Stadt Düsseldorf präsentiert. Uns sind sprichwörtlich die Augen ausgefallen.

Die Kindergartenbeiträge für etwas besser als normal Verdienende werden saftig angehoben. Erst einmal haben wir schon dadurch Pech, dass uns eine tarifliche Gehaltserhöhung über die nächste Hürde der Beitragsbemessung hievt, was für uns leider zum Verlustgeschäft wird. Noch derber wirkt sich jedoch aus, dass auch noch die Beiträge angehoben wurden. Insgesamt müssen wir dadurch 80 Euro (!!!) im Monat mehr bezahlen.

Die Steuerersparnis durch Absetzbarkeit der Betreuungskosten wird dadurch so gut wie voll aufgezehrt.

So wie in Düsseldorf dürfte es anderswo auch zu gehen. Was zur Förderung von Familien gedacht war, bessert letztlich nur die Kassen der Komunen auf. Ist halt das deutsche Prinzip der Abgabenpolitik!

Schwarz-Rot-Geil geht irgendwie anders...

Donnerstag, 6. Juli 2006

Spiegeleier im Wohnzimmer-Regal...

...könnten wir theoretisch mit unserem neuen Kabel-Receiver braten. Schon im Standby-Betrieb wird das Gerät der Marke Imperial ziemlich heiss. Ein Anruf bei der Firma sowie die Lektüre diverser Internet-Foren-Beiträge brachte dann die Gewissheit, dass das wohl normal ist. O-Ton der Service-Abteilung des Herstellers: "Sie sollten Ihren Receiver bevorzugt schwebend lagern, so dass oben und unten gut Luft dran kommt."

Super, da haben die Produktentwickler ja mal richtig mitgedacht! Trotz eindringlicher Zwiegespräche mit dem Receiver, will unser "Teil" nämlich einfach nicht abheben.

Allerdings: Als pragmatisch veranlagter Hausmann ist mir da etwas eingefallen. Meine Frau wird demnächst das Verschwinden eines Edelstahl-Topfuntersetzers aus unserem Küchenschrank beklagen. Durch die verstellbare Gitter-Mechanik des Aufsetzers kann die heiße Luft wunderbar entweichen. Das gibt sicher noch ein heisses Gespräch, wenn es ihr auffällt.

Und das erst recht, wenn meine bessere Hälfte auch noch bemerkt, wofür ich auf einmal einen Kabel-Receiver benötige - NATÜRLICH FÜR FUSSBALL! Das Arena-Angebot von 9,90 Euro im Monat für ein Fußball-Abo (inkl. Frühbucherrabatt) war einfach zu verlockend.

Pech für meine Frau: Yoga-Clips gibt´s noch nicht im TV-Abo. Sie hätte sich ja auch eine andere Sportart aussuchen können...

Samstag, 1. Juli 2006

Schneller geht leichter...

Heute haben wir mit Sohnemann (gerade 4 geworden) das Radfahren geübt. Besonders gut eignet sich dafür eine wunderschöne Strecke am Rhein vom Yachtclub in Richtung Messe. Dort wurden gerade erst die Wege neu asphaltiert und es geht lange geradeaus. Ideale Voraussetzungen also für Sohnemanns Radübungen.

Wir waren überrascht, wie schnell er nach ein paar Trainingseinheiten zuvor heute schon loslegte. Und die Überraschung wurde fast zur bösen Überraschung als Sohnemann richtig in die Pedalen trat. Da wurde der Familien-Ausflug zur Jogging-Partie. Denn Sohnemann hatte ein Phänomen entdeckt: Die seitliche Anziehungskraft wird geringer, je schneller man fährt.

Das Problem: Nachdem das Gleichgewicht schon wunderbar gehalten wird, mangelt es jedoch an der Aufmerksamkeit für den übrigen Verkehr und vor allem an der Fähigkeit zu bremsen.

Das hat uns dann letztlich doch so beängstigt, dass wir uns entschlossen haben, erst einmal die Stützräder zu montieren. Das wollten wir eigentlich vermeiden, damit Sohnemann sich gleich an die richtige Haltung gewöhnt. Aber sicher geht vor!

Morgen üben wir weiter. Schon jetzt können wir unterdessen als Fazit festhalten, dass das Laufradfahren - wenngleich es schräg aussieht - das Gleichgewichthalten offenbar enorm trainiert.

Unser Laufrad werden wir wohl nicht mehr oft gebrauchen. Bei Sohnemann ist jetzt das Radfahren in der Gunst deutlich gestiegen. Und der stolze Papa träumt schon von der ersten gemeinsamen Radtour...

Dienstag, 27. Juni 2006

Die WM und unser Fernsehverhalten

Irgendwie passt die aktuell laufende Fußball-WM optimal zu unserem Fernsehverhalten. Man kann die Spiele wunderbar nebenher schauen. Parallel kann man Weblogs anlegen, lesen, im Internet surfen, telefonieren, noch ein bischen die Abendsonne auf dem Balkon genießen (...) und trotzdem ist man stets auf dem Laufenden. Einfach ein kurzer Blick in die Ecke des Bildschirms und schon weiss man, wieviel es steht. Und sollte ein Spiel sich so richtig packend entwickeln, kann man immer noch andere Tätigkeiten dafür ruhen lassen.

Da sind wir schon beim Thema! War eigentlich ein Spiel bei dieser WM so packend, dass man andere Tätigkeiten dafür ruhen lassen musste? Auch in der Beantwortung dieser Frage wird deutlich, wie gut Deutschland zur Zeit kickt. Es waren vor allem die deutschen Spiele, die für Kurzweile sorgten. Darüber hinaus haben uns vor allem die Spiele von Argentinien gegen die Elfenbeinküste sowie deren Partie gegen Mexiko gefallen. Die Gaucho-Partie gegen unsere Windmühlennachbarn haben wir dagegen anders gewertet als unser Kaiser. Aber wahrscheinlich konnten wir das Spiel nur nicht richtig "lesen".

England? Für uns (zum Glück) eine riesige Enttäuschung. Nur Flanken hoch ´rein in den Strafraum und ein paar gute Standards, sonst nix. Die könnten wir packen. Italien? Die können mehr als nur Brutalo-Fouls und Fallaktionen im gegnerischen Strafraum. Aber das müssen sie ja nicht unbedingt im Halbfinale zeigen - gegen uns.

Spanien gefällt uns auch noch ganz gut. Dennoch haben wir uns festgelegt: Der Gewinner der Partie Deutschland gegen Argentinien wird Weltmeister. Brasilien findet zwar gerade zu alter Stärke zurück. Aber die sind von ihren vielen Endspielteilnahmen einfach doch zu satt. Manche Spieler könnten zum dritten Mal Champion werden. Wehe, wenn da ein Spiel mal so richtig Fitness und Laufbereitschaft abverlangt. Da verlieren die doch die Lust. Schau´n mer mal.

Vielleicht wissen wir also schon am Freitag, wer Weltmeister wird.

Sonntag, 25. Juni 2006

Party Schwarz-Rot-Gold

Mit Begeisterung verfolgen wir die Auftritte der deutschen Elf bei der WM und sind sehr erstaunt über die Fülle an Deutschland-Fahnen. Gleich ob Hausfenster oder Autoscheibe - überall wird Schwarz-Rot-Gold gehisst. Allerdings glauben wir, dass es sich mehr um eine Art angesagten Party-Trend handelt, als dass es Ausdruck eines aufkeimendes Patriotismus wäre.

Wir zeigen auch Flagge: 1,50 x 1,00 Meter! Kleiner ging nicht, kleiner war ausverkauft bei Kaufhof & Konsorten. Was uns zur Fahne trieb? Wir wollen einfach zeigen, dass wir die deutsche Mannschaft, wie sie sich präsentiert, toll finden. Mit der Fahne zeigen wir quasi unsere Unterstützung an den Spieltagen.

Ansonsten fällt es uns schwer, genau zu definieren, worauf wir national-stolz wären. Wir finden einfach, Deutschland ist ein tolles Land, in dem es sich lohnt zu leben. Und vieles kriegen wir besser hin, als wir uns das vorher zutrauen. Die Organisation der WM, der Umgang mit Gästen und die Leistungen der Nationalmannschaft sind dafür das beste Beispiel.

Witzig ist natürlich, nachzulesen, wie uns denn die Besucher aus anderen Ländern so sehen. Ob sie ihre Klischees bestätigt bekommen oder total überrascht sind. Wie sollte es anders sein, Weblogs geben darauf die Antwort.

Die FAZ hat sich einmal die Mühe gemacht, in einigen Blogs herumzustöbern. Yaotzin Botello aus Mexiko etwa hat sich wohl köstlich amüsiert über die Service-Durchsagen in Deutsch und Englisch in den Zügen der Deutschen Bahn, in die auch noch Werbebotschaften durch das Zugpersonal eingebaut werden mussten (http://yaotzin.blogspot.com). Ein Herr namens Beness wundert sich unterdessen über den präzisen WM-Wetterbericht in der ARD, der selbst Temperatur-Daten des Rasens vorhersagt. Sein Vorschlag: Den Bericht auf die Klimadaten der stickigen deutschen S-Bahnen ausweiten! (http://beness.blogspot.com) Und dann gibt uns noch Misael Zapata einen unverblümten Eindruck zur Vermögenslage unserer Nation. Geradezu fassungslos hat ihn gemacht, dass in Deutschland selbst in Fahrschulen schon die teuersten Nobelautos zum Einsatz kommen, welche sich selbst die Reichsten seines Landes erst nach vielen Jahren harter Arbeit leisten könnten (http://www.misaelzapata.com.ar).

Na, wenn das nicht etwas ist, auf das wir wirklich stolz sein können!

Mittwoch, 21. Juni 2006

Schleichweg in den Sozialismus

In verschiedenen Zeitungen ist es heute zu lesen, das SPD-Konzept für eine „Gesundheitsreform“. Nicht nur, dass es einen Gesundheitssoli geben soll, nein, auch die Beitragsbemessungsgrenze für den Krankenkassenbeitrag soll mal eben an den der Rentenversicherung um gut 1.700 Euro (monatliche Betrachtung) erhöht werden!

Da bleibt einem die Luft weg. MwSt.-Erhöhung, satter Aufschlag auf den GKV-Beitrag, Gesundheitssoli – wer will und kann da noch gegenan arbeiten? Die Zeitungen führen teilweise auch Beispiele an. Exemplarische Rechnung: Ein Familienvater (2 Kinder) verdient 50.000 Euro. Lt. Herrn Lauterbach (so genannter Gesundheitsexperte von der SPD) und Ulla Schmidt zählt er damit zu den Krösussen unserer Gesellschaft und gehört gnadenlos abkassiert und abgezockt. Allein der höhere GKV-Beitrag macht für ihn 45 Euro mehr im Monat aus. Von den weiteren Steuererhöhungen (Pendler-Pauschale/ MwSt.-Erhöhung/ Versicherungssteuer,...), Soli-Zuschlägen mal ganz zu schweigen. Wo soll das alles enden? Der vorgenannte Familienvater kann sich das Geld sicher nicht mal eben so schnell aus den Rippen schneiden. Und wenn, könnte er allein von diesem Geld schon die staatlich vielfach geforderte (wie zynisch in Anbetracht der staatlichen Abzockermentalität) zusätzliche Altersvorsorge aufbauen. Wie soll man überhaupt noch eine seriöse hauswirtschaftliche Finanzplanung betreiben?

Und das alles, weil man dem Volk nicht die Wahrheit beibringen will. Dass es nämlich nicht geht und auch in Zukunft trotz aller Beiträge von Reichen und Gutverdienenden (auch der SPD wählende Facharbeiter gehört wohl dazu) nicht gelingen wird, allen im Land jeden medizinischen Fortschritt in jeder Lage zu finanzieren.

Wo aber liegt das Problem, wenn etwa eine solide Basisversorgung auf dem Innovationsniveau von 5 Jahren vorher solidarisch gedeckt ist und der Rest durch Eigenvorsorge vonstatten gehen würde? Ich habe bei mir gerade einmal eine eigene Beispielrechnung aufgemacht. Es fehlen nur noch ein paar Euro und ich würde mich unter Zugrundelegung des neuen „Konzeptes“ besser stehen, wenn ich meinen Job nur noch auf 30 Stunden-Basis ausüben und zusätzlich einen für mich abgabefreien 400 Euro-Job annehmen würde. ARMES DEUTSCHLAND! Mit sozialer Gerechtigkeit hat das nichts mehr zu tun. Eher mit asozialer Gerechtigkeit...

Sonntag, 18. Juni 2006

Mallorca - Die Zweite!

Wer aufmerksam unseren Koch-Blog verfolgt, dem wird die kurze Pause von ein paar Tagen nicht verborgen geblieben sein. Ganz klar, wir waren mal wieder im Urlaub.

Erneut hatte es uns nach Mallorca gezogen. Und es war ein wunderschöner Urlaub. Diesmal allerdings mit leichten Schwächen bei unserer Haus-und-Hof-Airline Air Berlin. Auf dem Hin- und Rückflug gab es ganz ordentlich Verspätung und leider war das Essen nicht mehr ganz so ordentlich an Bord. Das "Menü", welches es bislang umsonst gab, muss nun als "Gourmet-Menü" für 12 Euro pro Person bezahlt werden. Der Rest begnügt sich mit pappigen Sandwiches. Das konnte Air Berlin alles schon mal besser.

Die Insel hatte wieder viel zu bieten. Besonders beeindruckt hatte uns ein Ausflug in das Naturreservat rund um den höchsten Insel-Berg Galazzo. Die 3km-Laufstrecke (auch mit Kleinkind gut zu bewältigen) bot einen guten Eindruck hinsichtlich der Fauna und Flora auf Mallorca.

Vom WM-Fieber haben wir auch eine Menge mitbekommen. Kein Wunder! Die sonnenverbrannten Engländer (stets nur mit England-Hose bekleidet, damit der Bier-Bauch in Freiluft geschwenkt werden kann) waren ja auch nicht zu übersehen. Unsere deutschen Mitbürger sind uns zum Glück nicht unangenehm aufgefallen. Zumindest nicht im Südwesten der Insel.

Ansonsten steckte im Urlaub alles drin, was einen guten Urlaub auszeichnet: Ruhe, Entspannung, Baden im Pool, Baden im Meer (angenehme 21 Grad), Baden in der Sonne und Abkühlung im Schatten der Strand-Pinien. HERRLICH! Mallorca, wir kommen bestimmt wieder...

Dienstag, 6. Juni 2006

Play as much as you can...

Gestern hatte unser Junior Geburtstag! Es kamen Oma, Opa, Omi, Opi, Tanten, Onkel - halt alle, die zu einer großen Familie dazugehören. Und jeder brachte reichlich Geschenke.

Gut angekurbelt wurde vor allem der Umsatz der Firma Playmobil aus Franken. Im Playmobil-Leben hat es Junior schon sehr weit gebracht: eine Yacht, ein Wohnmobil, ein BMW Z4,... bereichern seinen Fuhrpark. Da werden seine Freunde wohl neidisch gucken, wenn sie demnächst mal vorbeischauen.

Papa kann es nur recht sein. Kommt doch Sohnemann jetzt endlich in das Alter, in dem das Spielzeug auch für größere Kinder interessant wird.

Und nach anfänglicher Orientierungslosigkeit hat Junior sein neues Vermögen heute schon ganz gut angenommen. Schön zu beobachten ist beim Spiel die phänomenale Kinderlogik. Wer käme sonst auf die Idee, ein Wettrennen mit einem Wohnmobil und einer Yacht zu veranstalten? Oder das Wohnmobil nach heisser Verfolgungsjagd unter dem Küchentisch vor Anker zu werfen?

Mit dieser Logik müsste man als Erwachsener noch einmal die Welt betrachten können. Schöne heile Kinderwelt! Eine ganz besondere Variante der Relativitätstheorie...

Familie Koch

Düsseldorf

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